Schwerpunktkontrollen

Schlepperei: Kampf gegen illegale Migranten

Kärnten
19.02.2026 16:00

Nicht bei null, aber deutlich geringer sind die Aufgriffe von illegalen Migranten in den Kärntner Grenzregionen. Die Polizei setzt nun auch auf eine neue Maßnahme bei den Kontrollen.

Immer wieder versuchen Schlepper, Flüchtlinge über unsere Grenzen zu schmuggeln. Genau deshalb finden regelmäßig polizeiliche Schwerpunktkontrollen gegen illegale Migranten statt. So auch am Donnerstag, als der Gesamtverkehr auf der Tauernautobahn zur Kontrollstation Kellerberg abgeleitet und kontrolliert wurde. Diensthundeführer, Drohnenpiloten, Polizei, Bundesheer standen im Einsatz.

„Noch kein Aufatmen“
Selbst Innenminister Gerhard Karner war vor Ort. Er spricht „von einem guten Weg“. Aber jubeln könne man erst, wenn die Zahl der illegal eingewanderten Migranten gegen null gedrückt sei. „Vergleichen wir heuer mit dem Jahr 2023, ist die Zahl an Aufgriffen der Schleppermafia an der Südgrenze Österreichs deutlich gesunken“, betont Karner. Von Anfang Jänner bis 17. Februar 2023 zählte das Innenministerium an den Grenzen von Burgenland, Steiermark und Kärnten etwa 3500 Aufgriffe, im selben Zeitraum 2026 280.

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Der ,Grenzschutz neu’ ist flexibler und ermöglicht auch, Maßnahmen im Landesinneren zu setzen sowie temporär im Grenzgebiet zu agieren.

Polizeichefin Michaela Kohlweiß

Einer der Gründe: „Der Außengrenzschutz an der türkisch-bulgarischen Grenze war damals nicht vorhanden, die Schleppermafia bestimmte das Geschehen.“

Polizei, Bundesheer bei der Grenzkontrolle vor Ort. Innenminister Gerhard Karner schaute sich ...
Polizei, Bundesheer bei der Grenzkontrolle vor Ort. Innenminister Gerhard Karner schaute sich die Situation vor Ort an.(Bild: Elisa Aschbacher)
Gesamtverkehr wurde von der Tauernautobahn abgeleitet
Gesamtverkehr wurde von der Tauernautobahn abgeleitet(Bild: Elisa Aschbacher)

Neue Maßnahme 
Aber auch die seit Dezember zusätzliche Maßnahme „Grenzschutz neu“ sei wirksam. Denn Polizei und Bundesheer kontrollieren ja nicht mehr durchgehend die Kärntner Grenzübergänge zu Slowenien. Stattdessen werden, wie berichtet, bewusst auf grenznahen Gebieten Kontrollen durchgeführt – wie eben gestern auf der Kontrollstation in Kellerberg. „Wir sind zu sogenannten ’Grenzraumkontrollen’ übergegangen, können das aber immer wieder abändern“, sagt Armin Lukmann, Leiter der Fremden- und Grenzpolizei.

Donnerstag wurden übrigens keine Aufgriffe verzeichnet, Mittwoch war aber direkt an der Grenze ein illegaler Einwanderer gestoppt worden. „Die Zahl sinkt, da Schlepper Österreich aktuell umgehen – wir sind kein Ziel mehr!“, so Lukmann.

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