Brauchte drei Koffer

Diese „Glatze“ arbeitete bei Olympia für 13 Länder

Olympia
21.02.2026 06:51
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Bei den Olympischen Spielen gibt es immer wieder herrlich kuriose Geschichten. Eine davon handelt heuer von Benoit Richaud. Der Franzose arbeitete für 16 Athletinnen und Athleten aus 13 Nationen. Teilweise hatte er richtig Stress, seine Jacken rechtzeitig zu tauschen. Der frühere Eistänzer reiste übrigens mit drei großen Koffern an.

So viele Geschichten wie über ihn gab es bei den Spielen eigentlich nur noch über Lindsey Vonn. Benoit Richaud war einer der ganz großen Lieblinge der Medien. Beim Eiskunstlauf war er immer wieder im Bild, trug aber jedes Mal ein anderes Oberteil. Erklärung: Er wechselte zwischendurch sehr schnell die Teamjacke. Es ist Benoît Richaud, ehemaliger französischer Eiskunstläufer und heute einer der gefragtesten Choreografen der Welt. Bei den Olympischen Spielen in Italien hatten ihn 16 Athletinnen und Athleten aus 13 Ländern gebucht. 

Stresstest für den Geldbeutel
Die Süddeutsche Zeitung hielt herrlich fest: „Gerade hat er sich noch nach der Kür der Männer mit Nika Egadze gefreut, im dünnen Jäckchen mit den roten Jerusalemkreuzen der georgischen Nationalflagge, schon hechelt er von der Box an die Bande, schlüpft ins türkisfarbene, deutlich fluffigere Outfit der Amerikaner, um die Darbietung von Maxim Naumov zu bestaunen. Ein Nachteil dieses 13-maligen Teilzeitmodells ist, dass Richaud für seine Kollektion mittlerweile drei Koffer am Flughafen aufgeben muss, ein Stresstest für den Geldbeutel; auch ein begehbarer Kleiderschrank im trauten Heim ist vermutlich längst unverzichtbar.“

Benoit Richaud war früher selbst einmal Eistänzer.
Benoit Richaud war früher selbst einmal Eistänzer.(Bild: AFP/YURI KADOBNOV)

Interessenskonflikte?
In sozialen Netzwerken wurde über mögliche Interessenkonflikte spekuliert, weil Richaud zahlreiche Spitzenläufer gleichzeitig betreut. Er verweist auf Parallelen zu anderen Sportarten: „Auch im Schwimmen trainieren Coaches mehrere Champions.“ Der Eiskunstlauf sei trotz direkter Konkurrenz eine enge Gemeinschaft, sagt Richaud. Seine Athleten verstünden sich gut, unterstützten sich gegenseitig und lernten voneinander. Entscheidend sei für ihn nur eines: „Die Menschen müssen sehen, dass ich mein Maximum gebe. Wenn ich nicht 100 Prozent geben könnte, würde ich nicht mit jemandem arbeiten.“

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