„Nein, wozu?“

Aberkannt – aber Russe gibt Gold nicht zurück!

Olympia
17.02.2026 10:10
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Der russische Ex-Biathlet Anton Schipulin (38) hat sich geweigert, sein olympisches Staffel-Gold von den Winterspielen 2014 für die Übergabe an das deutsche Team zurückzugeben. Auf die Frage, ob er die Medaille aus Sotschi wie gefordert an das Internationale Olympische Komitee (IOC) zurückgeschickt habe, sagte der damalige Schlussläufer dem russischen Sender Match TV: „Nein, wozu? Ich habe sie erkämpft. Sie ist meine, ich werde sie nicht zurückgeben.“

Am Sonntag hatten die Deutschen Erik Lesser, Daniel Böhm, Arnd Peiffer und Simon Schempp mit zwölf Jahren Verspätung ihre Goldmedaillen bekommen, die dem russischen Quartett in einem jahrelangen Verfahren aberkannt wurden. Jewgeni Ustjugow wurde des Dopings überführt und nach seiner rückwirkenden Sperre scheiterte er mit seinen Einsprüchen vor allen gerichtlichen Instanzen, anschließend rückte Deutschland vom Silber- auf den Goldrang.

  „Ich denke mal nicht, weil keine Kratzer dran sind“, antwortete Lesser in Antholz auf die Frage, ob er davon ausgehe, eine originale Medaille der russischen Auswahl erhalten zu haben. „Ich unterstelle jetzt mal dem Russen, dass er bestimmt noch mal einen Kratzer drauf gemacht hätte, bevor er sie weggeschickt hätte.“ Das deutsche Team leitete die Silbermedaillen an das IOC weiter, diese bekamen die Österreicher Christoph Sumann, Daniel Mesotitsch, Dominik Landertinger und Simon Eder.

Schipulin will „Flagge und Hymne“ zurück
Schipulin äußerte sich auf seiner Instagram-Seite ausführlicher. Erst wenn das IOC und die internationalen Verbände „unseren Sportlern die Flagge und die Hymne zurückgeben, damit aufhören, sie mit dem ‘neutralen Status‘ zu erniedrigen“, würde er anders entscheiden: „Dann bin ich bereit, meine Medaillen zurückzugeben“, schrieb Schipulin zu einem Video des Zielsprints.

Am 22. Februar 2014 hatte er diesen gegen Schempp mit 3,5 Sekunden Vorsprung für sich entschieden. Russische Biathletinnen und Biathleten sind bei den Winterspielen in Italien nicht dabei.

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