Nach seinem Interview im russischen Staatsfernsehen steht der Wiener Mittelschuldirektor Christian Klar im Kreuzfeuer der Kritik. Nun hat der Pädagoge erste (politische) Konsequenzen gezogen.
Klar tritt von seiner Position des Vize-Parteichefs der ÖVP Floridsdorf zurück. „Aufgrund der inakzeptablen Vorkommnisse war ein Rücktritt unausweichlich, diesen hat Christian Klar kommuniziert“, hieß es am Dienstag aus der Wiener Volkspartei. „Wir nehmen den Rücktritt von allen Parteifunktionen zur Kenntnis.“
Nicht genehmigtes Interview
Vergangene Woche war bekannt geworden, dass Klar dem russischen Staatssender „Rossija 1“ ein Interview gegeben hat, auch die „Krone“ berichtete. Der Auftritt in der Floridsdorfer Franz Jonas Europaschule, wo Klar Direktor ist, war von der Bildungsdirektion nicht genehmigt worden.
Gegenüber dem „Falter“ bestätigte Klar zwei Interviews im Dezember 2024 und im Jänner 2026. Später beklagte er dann, seine Aussagen aus den Gesprächen seien falsch wiedergegeben worden. Die Bildungsdirektion zeigte sich trotzdem nicht begeistert, genauso die ÖVP.
Zwischen 2020 und 2025 war Klar stellvertretender ÖVP-Bezirksvorsteher in Floridsdorf. Außerdem schrieb er zwei Bücher zur Situation an den Schulen, mit Fokus auf Deutschförderung und den Islam.
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