Hunderte Verletzte

Schnee-Chaos in Japan: Zahl der Toten steigt

Ausland
10.02.2026 10:23
Porträt von krone.at
Von krone.at

Heftige Schneefälle haben Japan in den vergangenen Wochen in einen Ausnahmezustand versetzt und Menschenleben gekostet. Bisher sind 46 Personen ums Leben gekommen, mehrere Hundert wurden verletzt.

In manchen Gebieten war der Schnee zwei Meter hoch, diese enormen Schneemassen haben vor allem älteren Menschen das Leben gekostet. 41 der 46 Todesopfer waren 60 Jahre oder noch älter, berichtet die Zeitung „The Asahi Shimbun“. 558 weitere Menschen wurden bisher verletzt, wie die japanischen Behörden am Dienstag mitteilten.

Die meisten Menschen starben, weil Schneemassen von Dächern auf sie fielen oder weil sie beim Schneeräumen verunglückten. Eine Frau wurde von ihren Verwandten in der Präfektur Fukui unter Schneemassen entdeckt. Die Behörde geht davon aus, dass die Frau in ihren Siebzigern beim Schneeräumen von einer Schneemasse vergraben wurde, die vom Dach herunterrutschte.

Die Bodenselbstverteidigungsstreitkräfte sind in der Präfektur Aomori stationiert.
Die Bodenselbstverteidigungsstreitkräfte sind in der Präfektur Aomori stationiert.(Bild: AFP/HANDOUT)
Von den Dächern muss Schnee geschaufelt werden.
Von den Dächern muss Schnee geschaufelt werden.(Bild: AFP/HANDOUT)
In der japanischen Hauptstadt Tokio schneite es ebenfalls.
In der japanischen Hauptstadt Tokio schneite es ebenfalls.(Bild: AFP/YUICHI YAMAZAKI)
In Aomori lagen bis zu 1,3 Meter Schnee.
In Aomori lagen bis zu 1,3 Meter Schnee.(Bild: AFP/HANDOUT)
Am 30. Jänner schaufelten Mitarbeiter den Schnee von den Gleisen in Aomori.
Am 30. Jänner schaufelten Mitarbeiter den Schnee von den Gleisen in Aomori.(Bild: AFP/PHILIP FONG)
Ein Angestellter schaufelt am 30. Jänner in Aomori vor einem Geschäft den Schnee weg.
Ein Angestellter schaufelt am 30. Jänner in Aomori vor einem Geschäft den Schnee weg.(Bild: AFP/PHILIP FONG)

Die meisten Menschen kamen in der Präfektur Niigata nördlich von Tokio ums Leben, 17 der 46 Todesopfer verstarben dort. Die Präfektur befürchtet, dass Häuser unter Last des Schnees einstürzen könnten und bat die Bodenselbstverteidigungsstreitkräfte um Hilfe bei der Schneeräumung.

Schnee löst Verkehrschaos aus
Schneefall von zum Teil bisher unbekanntem Ausmaß geht seit Ende Jänner vor allem über den Norden Japans nieder. In Städten wie Aomori – ganz im Norden Japans – liegt Schnee in Höhe von bis zu 1,3 Metern. Besonders entlang der Küste zum Japanischen Meer lösten die Schneemassen Verkehrschaos aus. 

In der Stadt Ito, südlich von Tokio, wurde eine Straße gesperrt, nachdem mehrere Fahrzeuge stecken geblieben waren. Normalerweise ist in der Gegend ein mildes Klima, deshalb sind viele Fahrzeuge nicht für winterliche Verhältnisse ausgestattet. Neben den Bewohnern konnten auch einige Touristen die Stadt nicht verlassen. Die Stadtverwaltung richtete in der Turnhalle einer Schule eine Notfallunterkunft mit 400 Betten ein. 

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