„Krone“-Gemeindeserie

Mauterndorf sucht Lösung für Senioren

Salzburg
10.02.2026 09:00

Das Erbe von Mauterndorf ist kostbar: alte Architektur, die Burg, reges Vereinsleben. Für die Versorgung der Älteren will der Ortschef noch mehr Zusammenarbeit zwischen Gemeinden. Überdies zittert man um den geplanten Biosphärenpark, der mehr Besucher anlocken soll...

Wer durch Mauterndorf fährt, staunt über das historische Erbe. Die alten Treppengiebelhäuser sind gut erhalten. In einem der Gebäude ist eine der letzten Metzgereien des Lungaus untergebracht. Mauterndorf hat erstaunlich viel Infrastruktur: Bäcker, Geschäft, Wirtshäuser, Haubenlokal, sogar einen Bahnhof (Taurachbahn) und einen Flugplatz, der befestigt werden soll. Einziges Sorgenkind ist eine leer stehende, frühere Pizzeria gleich neben der Gemeinde.

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Wir haben im Lungau 15 Gemeinden und vier Seniorenheime.

Bürgermeister Herbert Eßl (ÖVP)

„Bei den Finanzen geht es allen gleich“, sagt Bürgermeister Herbert Eßl (ÖVP; Bild rechts). Mauterndorf ist in den Ausgleich gerutscht. Die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden helfe aber beim Sparen. Und doch gibt es noch Verbesserungsbedarf. Bestes Beispiel: die Versorgung der älteren Generation. Eßl: „Wir haben im Lungau 15 Gemeinden und vier Seniorenheime.“ Einer der Standorte mit derzeit 48 Betten (Ausbaupläne für zwölf Betten) ist Mauterndorf. Einen Verband mit weiteren Gemeinden gibt es nicht. Sein Wunsch: „Ein Gesamtverband für den Lungau!“ Das soll auch für Standortgemeinden Finanzsicherheit bringen.

Ob dann nicht auch kleine Budgetposten wie die Unterstützung von Vereinen wackeln? „Das würde das gesellschaftliche Zusammenleben im Ort zerstören“, ist er klar dagegen. Gemeindebürger, die sich freiwillig viele Stunden im Jahr einsetzen, sollen nicht enttäuscht werden. Eßl: „Es ist wichtig, Prioritäten zu setzen.“ Mauterndorf ließ sich auch schon in Zukunftsfragen unterstützen. Es ging um Fragen wie: „Wo ist der beste Platz für einen Busparkplatz, wo der Eingang zur Burg?“, so Eßl.

Biosphärenpark-Zentrum doch nicht mehr fix
Wer in Mauterndorf in die Zukunft schaut, hat hohe Erwartungen in das geplante Biosphärenpark-Zentrum, das in einem tausend Jahre alten Getreidespeicher entstehen soll, jetzt aber im Spardruck vom Land verschoben werden muss. Gepaart mit der Burg wird das noch mehr Gäste anziehen. 40.000 Besuche jährlich sind es jetzt schon.

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