Bekam Bypass im Spital
Vater von getötetem Schaffner erleidet Herzinfarkt
Die Nachricht über einen getöteten Zugbegleiter in Deutschland hat für Entsetzen gesorgt – bei dem Vater des Verstorbenen hat die Hiobsbotschaft, dass sein Sohn verletzt wurde, sogar zu gesundheitlichen Problemen geführt. Als dieser vom Angriff auf seinen Sohn Serkan C. erfuhr, erlitt er einen Herzinfarkt.
Der Schaffner hatte im deutschen Bundeslang Rheinland-Pfalz die Fahrkarten kontrolliert – er erwischte dabei einen Schwarzfahrer, den er aus dem Zug verweisen wollte. Der 26-Jährige wollte dieser Aufforderung nicht nachkommen und schlug auf den Zugbegleiter ein. Er traf Serkan C. mehrmals mit der Faust auf den Kopf.
Hirnblutung führte zu Tod
Der Angegriffene verlor das Bewusstsein und wurde nach einer Reanimation in eine Klinik nach Homburg gebracht. Dort verloren die Ärzte schließlich nur eineinhalb Tage später den Kampf um das Leben des Patienten. Bei einer Obduktion wurde eine Hirnblutung als Todesursache festgestellt.
Die Nachricht über die Attacke traf den Vater des Verstorbenen hart. Wie „Bild“ berichtete, erlitt der Angehörige einen leichten Herzinfarkt, als er von dem Angriff erfahren hatte. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert, wo ihm ein Bypass eingesetzt werden musste.
Das Todesopfer hinterlässt zwei Söhne, wie die Zeitung weiters schreibt. Diese seien elf und 13 Jahre alt. Laut Deutscher Bahn war C. alleinerziehend – das Unternehmen hat ein Spendenkonto für seine Familie eingerichtet.
Bei dem Angreifer handelt es sich um einen griechischen Staatsbürger, der seinen Wohnsitz in Luxemburg hat. Er wurde festgenommen und befindet sich in Homburg in Untersuchungshaft. Er hat laut Staatsanwaltschaft bislang keine Vorstrafen.
„Das, was wir hier haben, ist eine völlig unübliche Eskalation einer Fahrkartenkontrolle“, erklärte Tobias Kulhanek von der Leibniz Universität Hannover der Nachrichtenagentur dpa. So eine Tat komme äußerst selten vor. Häufig stecke eine psychische Störung des Angreifers dahinter.
Gewerkschaft fordert besseren Schutz
Martin Burkert, der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft, forderte nach der Bluttat besseren Schutz für Zugbegleiter.Er forderte, dass diese niemals allein unterwegs sein sollten. Bahnmitarbeiter sollten zudem BodyCams bei ihrer Arbeit tragen. Laut Deutscher Bahn kam es im vergangenen Jahr im Schnitt achtmal pro Tag körperliche Übergriffe auf Mitarbeiter. „Die Hälfte der Angriffe betrifft das Zugpersonal im Regionalverkehr. Auf Sicherheitskräfte entfällt gut ein Drittel“, so ein Bahnsprecher. „Auch Reinigungskräfte oder Servicekräfte am Bahnhof werden Opfer von Angriffen.“









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