Tragödie in Leoben

Nach Tod von Bub: Verdacht gegen Mutter erhärtet

Blaulicht
31.01.2026 10:46
Porträt von krone.at
Porträt von Kronen Zeitung
Von krone.at und Kronen Zeitung

Die Polizei hat am Samstag neue Details im Fall des getöteten elfjährigen Buben in der Steiermark veröffentlicht. Nach bisherigen Ermittlungen verdichtet sich der Verdacht gegen die 39-jährige Mutter des Kindes. Die alleinerziehende Frau hatte am Freitagnachmittag selbst die Rettung alarmiert – sie wies ebenfalls mehrere Schnittverletzungen auf.

Gegen 15 Uhr wurden die Einsatzkräfte per Notruf in die Wohnung der Anlage gerufen. Im Zuge des Einsatzes fanden die Rettungskräfte den leblosen Körper des Kindes vor und alarmierten umgehend die Polizei. Der Bub wies schwere Stich- und Schnittverletzungen auf. Laut „Krone“-Informationen soll ihm seine Mutter die Kehle aufgeschnitten haben.

Mehrere Messer sichergestellt
Schließlich konnte die Polizei mehrere Messer sicherstellen, bei denen es sich um die mutmaßlichen Tatwaffen handeln dürfte. Bei den Verletzungen der Mutter soll es sich um Selbstverletzungen handeln, die nach ihrer Festnahme im Krankenhaus operiert werden mussten.

Die Frau wies ebenfalls Stichverletzungen auf.
Die Frau wies ebenfalls Stichverletzungen auf.(Bild: Christian Jauschowetz)

Motiv noch unklar
Die Frau soll zu Tathergang und Motiv befragt werden, sobald es ihr Gesundheitszustand zulässt. Indes traf die „Krone“ vor Ort zwei Nachbarn – sie haben von der schrecklichen Bluttat nichts mitbekommen, wie sie erzählen. Beim Lokalaugenschein war der Tatort weiträumig abgesperrt, die Tatortgruppe des Landeskriminalamts führte die Spurensicherung durch.

Ähnliche Fälle in Wien und NÖ
Während die Ermittlungen in der steirischen Stadt noch auf Hochtouren laufen, werden Erinnerungen an ähnliche Fälle wach. So hatte im Juli 2023 eine junge Mutter in Niederösterreich ihre beiden Kinder im Pool ertränkt. Die Videokamera hatte die furchtbare Tat aufgezeichnet, die Frau wurde nach dem Prozess eingewiesen.

2024 erstach eine 29-Jährige im Wiener Bezirk Favoriten ihren vierjährigen Sohn. Nach der Bluttat wollte die Mutter noch Suizid begehen – sie überlebte und wurde ins Spital eingeliefert. Gutachter sprachen später von einer akuten Psychose.

Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person sich in einer psychischen Ausnahmesituation befinden oder von Suizidgedanken betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die Telefonseelsorge unter der Telefonnummer 142. Weitere Krisentelefone und Notrufnummern finden Sie HIER.
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