„Muss schon wieder frei sein? Es waren doch erst Weihnachtsferien!“
Vielen berufstätigen Eltern bereiten Schulferien große Probleme. „Omas“ scheinen nicht mehr so verfügbar zu sein wie früher. Sie arbeiten entweder selbst oder wohnen zu weit weg. Zudem bieten nicht alle Bundesländer ein so umfangreiches Betreuungsangebot in Schulen und Horteinrichtungen an wie Wien.
Und ist es pädagogisch überhaupt sinnvoll, Schüler aus ihrem Lernrhythmus zu reißen, wo gerade erst zwei Wochen schulfrei waren?
Nun, ob neun Wochen Sommerferien notwendig sind, könnte sachlich diskutiert werden. Doch wer ist in dieser politisch aufgeheizten Stimmung noch in der Lage dazu?
Ich bezweifle, ob sich Schülerleistungen allein durch kürzere Ferien verbessern würden. Das bei Pisa-Tests so erfolgreiche Estland hat beispielsweise von Mitte Juni bis Ende August Sommerferien. Schweizer Schüler und Lehrer müssen hingegen bereits nach fünf Wochen wieder in ihre Schulen zurück. Dennoch wechseln seit Jahren etliche Vorarlberger Lehrer in ihr Nachbarland. Möglicherweise liegt dies am höheren Gehalt und den besseren Arbeitsbedingungen.
Unlängst erzählte ich einer jungen Kollegin, weshalb die Semesterferien ursprünglich „Energieferien“ hießen. Man wollte aufgrund der Ölkrise 1973/74 Heizkosten sparen. „Aber das müssen wir jetzt eh wieder!“, meinte sie. Gar kein schlechter Grund für „schon wieder Ferien“.
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