Präsident droht erneut

Trump: „Weitere Armada Richtung Iran unterwegs“

Außenpolitik
28.01.2026 16:25
Porträt von krone.at
Von krone.at

„Die Zeit läuft ab“, warnt US-Präsident Donald Trump und hat erneut mit einem Militärschlag gegen den Iran gedroht. Neben der brutalen Niederschlagung der Anti-Regierungs-Proteste bringt der Republikaner nun auch das iranische Atomprogramm ins Spiel.

Mit Blick auf die Führung der Islamischen Republik sagte Trump bei einer Rede im US-Staat Iowa: „Ich hoffe, dass sie ein Abkommen abschließen.“ Er hatte zuvor dem US-Nachrichtenportal „Axios“ gesagt, der Iran sei an einer diplomatischen Lösung der Spannungen mit den USA interessiert. Die Lage sei „im Fluss“, weil die US-Regierung eine große Kriegsflotte in die Region entsandt habe.

Archivbild aus dem Jahr 2019: Die USS Abraham Lincoln in der Straß von Hormus
Archivbild aus dem Jahr 2019: Die USS Abraham Lincoln in der Straß von Hormus(Bild: AFP/ZACHARY PEARSON)

Wie berichtet, hatte der Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ mitsamt Begleitflotte am Montag die Golfregion erreicht. Am Mittwoch deutete Trump an, dass eine weitere Kriegsflotte Richtung Iran unterwegs sei. „Und übrigens, da ist noch eine andere schöne Armada, die gerade schön in Richtung Iran segelt“, sagte Trump in Iowa. Es war nicht sofort klar, ob der 79-Jährige sich dabei auf den Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ und die ihn begleitenden Kriegsschiffe bezog, oder auf andere Kräfte des US-Militärs.

„Hoffentlich wird der Iran schnell an den Verhandlungstisch kommen und einen fairen und gerechten Deal aushandeln – KEINE ATOMWAFFEN“, schrieb Trump in einem Beitrag auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social. „Der nächste Angriff wird weitaus schlimmer ausfallen! Lasst das nicht noch einmal geschehen“, schrieb Trump weiter. Er verwies darauf, dass auf seine letzte Warnung an den Iran ein Militärschlag gefolgt sei.

USA halten mehrtägige Luftwaffenübung im Nahen Osten ab
Das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (CENTCOM) kündigte unterdessen eine mehrtägige Luftwaffenübung im Nahen Osten an. Trump hatte ein militärisches Eingreifen seines Landes im Iran wegen der Tötung Tausender Demonstranten bei den jüngsten Massenprotesten nicht ausgeschlossen.

Die Führung in Teheran reagierte am Mittwoch umgehend auf Trump und warnte, sie werde sich im Ernstfall „wie nie zuvor“ verteidigen. Die iranische UN-Vertretung erklärte auf der Plattform X, man sei bereit zu einem Dialog auf Augenhöhe. Wenn man den Iran jedoch bedränge, werde er sich verteidigen. „Als die USA zuletzt in die Kriege in Afghanistan und im Irak hineingeschlittert sind, haben sie über sieben Billionen Dollar verschwendet, und mehr als 7000 Amerikaner sind ums Leben gekommen“, schrieb die Vertretung unter Hinweis auf Trumps Erklärung.

Iran droht Nachbarn, wenn sie USA unterstützen sollten
Die USA unterhalten mehrere Stützpunkte im Nahen Osten. Ein Kommandant der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) sprach vor diesem Hintergrund eine Warnung an die Nachbarn des Iran aus. „Nachbarländer sind unsere Freunde, aber wenn ihr Boden, ihr Luftraum oder ihre Gewässer gegen den Iran genutzt werden, werden sie als feindlich betrachtet werden“, erklärte der politische Vertreter der IRGC-Seestreitkräfte, Mohammad Akbarzadeh, der staatlichen Nachrichtenagentur FARS zufolge.

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