542 Fälle im Jahr 2024

WHO: Masern in Österreich „wieder etabliert“

Österreich
28.01.2026 15:03
Porträt von krone.at
Von krone.at

Im Jahr 2024 waren laut der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) 542 Masernfälle registriert worden. Dieser Anstieg hat sich nun auf die Einstufung Österreichs bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgewirkt.

Der Status der Viruserkrankung wurde von „eliminiert“ auf „wieder etabliert“ geändert. Im Jahr 2024 landeten österreichweit 120 Menschen wegen Masern im Krankenhaus, vier auf einer Intensivstation. Im Vorjahr ging die Zahl der Erkrankungen laut AGES auf 152 Menschen zurück, etwas mehr als jede fünfte Person musste im Krankenhaus behandelt werden. Seit 1. Jänner 2026 wurden zwei Fälle erfasst, Fachleute rechnen noch mit weiteren. 

Der Status „eliminiert“ bedeutet, dass es über einen bestimmten Zeitraum keine anhaltende lokale Übertragung der Krankheit gibt. Dass die Infektionen wieder steigen, führt die WHO unter anderem auf eine unzureichende Impfquote in Österreich zurück. Für eine Herdenimmunität brauche ein Land eine Quote von 95 Prozent, heißt es. 2024 hatte mehr als die Hälfte der EU-Länder das Ziel für Masern, Mumps und Röteln verfehlt. In Österreich liegt die Quote laut Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) derzeit bei 71 Prozent. Man habe bereits an eine Impfkampagne gedacht.

Die WHO und Österreichs Regierung streben grundsätzlich an, Masern und auch Röteln dauerhaft zu eliminieren. Die Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln ist hierzulande für alle Altersgruppen kostenlos, empfohlen ist sie bereits ab dem 9. Lebensmonat.

Keine gezielte Therapie
Masern sind eine hochansteckende Viruserkrankung, die meist durch Tröpfchen wie Sprechen und Niesen übertragen werden. Infektionen zeichnen sich durch grippeartige Symptome und einen Hautausschlag aus. Zum Teil können bei Erkrankten lebensbedrohliche Komplikationen wie Entzündungen der Lunge und des Gehirns auftreten. Weltweit sind die Masern noch immer eine der Haupttodesursachen von Kindern, die an Erkrankungen sterben. Eine gezielte Therapie gibt es nicht.

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