Streiks abgesagt

Sozialwirtschafts-KV-Abschluss: Plus 2,6 Prozent

Innenpolitik
27.01.2026 06:24
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die fünfte Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für die 130.000 Beschäftigten im privaten Pflege-, Gesundheits- und Sozialbereich („Sozialwirtschaft Österreich“) hat in der Nacht auf Dienstag den Durchbruch gebracht. Streiks gibt es somit keine.

Nach 17 Verhandlungsstunden haben die Gewerkschaften GPA und vida einen Abschluss erzielt: Die Gehälter und Löhne steigen ab April 2026 um 2,6 Prozent, ab Jänner 2027 um mindestens 2,3 Prozent, abhängig von der Inflationsrate.

Bessere Einstufung, aber „harter Kompromiss“
Zusätzlich wurde ein umfangreiches Rahmenrechtspaket sowie eine bessere Einstufung eines Teils der Behindertenfachkräfte und der Kindergartenhelferinnen und Kindergartenhelfer vereinbart, teilte die GPA mit.

Das Balkendiagramm zeigt die durchschnittlichen Lohnsteigerungen in der Sozialwirtschaft von 2018 bis 2026. Die Werte steigen ab 2022 stark an, mit einem Höchstwert von 9,2 % im Jahr 2024. Die maßgebliche Inflation folgt einem ähnlichen Trend. Quelle: GPA.

Für GPA-Verhandlerin Eva Scherz bedeutet dieser Abschluss „gute Fortschritte im Rahmenrecht, ist auf der Einkommensseite aber ein harter Kompromiss“. Ohne die starke Mobilisierung in zwei Streikrunden wäre kein Abschluss möglich gewesen, betonte die Arbeitnehmervertreterin.

vida: „Maximum erreicht“
vida-Verhandlerin Michaela Guglberger bedankte sich bei Tausenden Beschäftigten, „die mit ihrem Engagement in Betriebsversammlungen und Streiks nach fünf Verhandlungsrunden endlich Bewegung bei den Arbeitgebern erzeugen konnten“. „Angesichts der wirtschaftlichen Situation ist dieser Abschluss das Maximum, das erreicht werden konnte“, so Guglberger laut Aussendung.

Für die Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ) auf Arbeitgeberseite sichert die „verantwortungsvolle Einigung“ Arbeitsplätze und gewährleistet die Versorgungssicherheit. In einer budgetär äußerst angespannten Situation sei es den Sozialpartnern gelungen, eine tragfähige Einigung zu erzielen, wurde mitgeteilt. „Dieser Abschluss war nur möglich, weil alle Beteiligten die außergewöhnlich schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen anerkannt und Verantwortung übernommen haben“, betonte SWÖ-Chefverhandlerin Yvonne Hochsteiner.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

krone.tv

Top 3
Top Gutscheine
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung