Kampf mit Dämonen

Paris Hilton spricht über ihre Dysphorie-Erfahrung

Society International
26.01.2026 11:51
Porträt von krone.at
Von krone.at

US-Hotelerbin und Unternehmerin Paris Hilton hat ihre Ablehnungssensitive Dysphorie (Rejection Sensitivity Dysphoria, RSD) mit dem Gefühl verglichen, einen „Dämon im Kopf“ zu haben.

Die 44-jährige Society-Lady und Reality-TV-Ikone wurde Ende zwanzig zunächst mit ADHS diagnostiziert, bevor sie erfuhr, dass sie auch an RSD leidet – einer extremen emotionalen Reaktion auf reale oder wahrgenommene Kritik oder Zurückweisung. Im Podcast „The Him and Her Show“ von „Dear Media“ sagte sie: „Im Grunde ist es so: Jeder Gedanke an eine negative Wahrnehmung – wenn man glaubt, jemand sei unhöflich oder man irgendetwas spürt … man fühlt es wie körperlichen Schmerz, obwohl es nicht einmal real ist. Es ist fast wie ein Dämon im Kopf, der einem ständig negative Selbstgespräche zuflüstert.“

Auf sehr tiefer Ebene
Laut der Cleveland Clinic besteht ein Zusammenhang zwischen RSD und ADHS. Der „The Simple Life“-Star merkte an, dass Menschen mit dieser Erkrankung negative Emotionen „auf einer sehr tiefen Ebene“ empfinden, und sie lernen musste, zu erkennen, wann diese Gefühle einfach darauf zurückzuführen sind, dass „die RSD einsetzt“.

Sie erklärte: „Ich habe in meinem Leben so vieles durchgemacht – besonders in den 2000er-Jahren, mit allem, was ich damals mit den Medien erlebt habe. Ich bin regelrecht besessen davon, mehr darüber zu lernen und die Botschaft weiterzugeben, weil ich möchte, dass die Menschen wissen, dass es sie im Leben nicht zurückhalten muss. Es kann etwas sein, das man als Superkraft nutzt, um seine Träume wirklich zu verfolgen.“

Umgang „neu rahmen“
Paris erklärte weiter, dass ihre späte ADHS-Diagnose auch damit zusammenhing, dass man in ihrer Kindheit in der Gesellschaft einfach nicht über diese Erkrankung gesprochen habe – was sich wiederum auf ihre Schulbildung ausgewirkt habe. Heute möchte der Star den Umgang mit dem Thema „neu rahmen“ und fügte hinzu: „Ich sehe es als meine Superkraft, und ich wäre nicht die Unternehmerin, die ich heute bin, ohne sie. Es war dieser Antrieb in mir, dieses ständige Nach-vorn-Schauen – auch wenn es harte Seiten hat und manchmal sehr überwältigend ist.“

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