Trump skeptisch
Wintersturm in den USA fordert mindestens elf Tote
Ein heftiger Wintersturm fegt zurzeit über den Norden der USA. Mittlerweile sind mehrere Personen durch Unterkühlung und Unfälle gestorben. Zudem sind über eine Million Haushalte ohne Strom. Während Menschen sterben und im Land Chaos herrscht, zweifelt US-Präsident Donald Trump am Klimawandel.
Beim winterlichen Unwetter in den USA sind zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Die Zeitung „USA Today“ berichtete unter Berufung auf örtliche Behörden von mindestens 13 Toten in fünf US-Bundesstaaten seit dem Wochenende, der Sender CNN von mindestens elf. Die in den US-Medien genannten Zahlen schwankten, je nachdem, wie eindeutig die Todesursachen mit dem Extrem-Winter in Zusammenhang gebracht wurden, der weite Teile Nordamerikas im Griff hat.
Leichen unterkühlter Menschen draußen gefunden
Als vermutlich erfroren galten demnach fünf Menschen, die laut New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani am Wochenende in der Millionenmetropole tot im Freien gefunden wurden. Eine offizielle Todesursache wurde jedoch bisher nicht festgestellt. Tod durch Unterkühlung galt auch in den Fällen von drei Menschen in den US-Bundesstaaten Kansas, Michigan und Texas laut Behörden als wahrscheinlich. Deren Leichen wurden – teils nach stundenlanger Suche – jeweils in eisiger Kälte gefunden. Bereits am Sonntag hatte die zuständige Gesundheitsbehörde im Caddo Parish im Bundesstaat Louisiana den Tod zweier Männer an Unterkühlung gemeldet.
Glätteunfälle endeten tragisch
Eisglätte und Sturm führten vielerorts zu schweren Verkehrsunfällen und Massenkarambolagen. In den südlichen Bundesstaaten Texas und Tennessee starben dabei mindestens zwei Menschen. In Tennessee meldeten die Behörden insgesamt drei Tote in Verbindung mit dem Wetter, wobei unklar war, inwiefern die Zahl der Behörden die Verkehrstoten einschloss.
Schlittenfahrt kostete Jugendlichen das Leben
Zu den Opfern des harschen Winters zählte „USA Today“ zudem einen 17-Jährigen im Bundesstaat Arkansas, der sich von einem Quadfahrzeug auf einem Schlitten hatte ziehen lassen und dabei gegen einen Baum prallte. Der Jugendliche erlag nach Angaben des Sheriff-Büros noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen.
Trump zweifelt am Klimawandel
US-Präsident Donald Trump mahnte die Bürgerinnen und Bürger zur Vorsicht. „Bleiben Sie sicher und bleiben Sie warm“, erklärte er in seinem Onlinedienst Truth Social. Der bekennende Klimaskeptiker nahm den Sturm außerdem zum Anlass, erneut seine Zweifel an dem Klimawandel zu äußern: „Könnten die Klima-Aufrührer mir bitte erklären: WAS IST MIT DER ERDERWÄRMUNG PASSIERT???“ Die extreme Wetterlage wird ausgelöst durch eine Verformung des Polarwirbels, dadurch gelangt kalte Luft von der Arktis nach Süden. Forschende gehen davon aus, dass das gehäufte Auftreten dieses Phänomens mit dem Klimawandel zusammenhängen könnte.
Mehr als eine Million Haushalte ohne Strom
Der Internetseite „PowerOutage.com“ zufolge waren Sonntagabend mehr als eine Million Haushalte vor allem im Süden der USA ohne Strom. Im US-Staat Tennessee waren es mehr als 330.000 Haushalte, in Mississippi mehr als 170.000, in Louisiana mehr als 140.000 und in Texas mehr als 90.000. Der Wetterbehörde NWS zufolge könnten die Stromausfälle länger andauern. Sie warnte zudem vor großen Schäden an Bäumen und „sehr gefährlichen“ Verkehrsbedingungen mit erheblichen Einschränkungen.
Zahlreiche Flüge fallen aus
An mehreren großen Flughäfen wie in Washington, Philadelphia und New York wurden am Sonntag fast alle Flüge gestrichen. Der Internetseite „Flightaware.com“ zufolge fielen landesweit fast 15.000 Flüge aus. Viele staatliche Behörden sollen am Montag geschlossen bleiben.
Sturm traf mindestens 160 Millionen Menschen
Der Sturm zieht seit Samstag über weite Teile der USA, Heimatschutzministerin Kristi Noem hatte im Vorfeld vor einem „historischen Wintersturm“ gewarnt. In mehreren Bundesstaaten wurde bereits am Wochenende der Notstand ausgerufen.









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