Lokalaugenschein

Nach Mordalarm streifen nun Ermittler durch Heim

Wien
22.01.2026 15:43

Mordrätsel um eine 87-jährige Seniorin in einem noblen Pflegewohnheim für Pensionisten in Wien-Döbling: Mitten am helllichten Tag stieß eine Pflegerin auf die Leiche der Bewohnerin – die Polizei tappt seither im Dunkeln. Schon vor Jahren kam es in dem Luxusheim zu mysteriösen Todesfällen und Diebstählen. 

Als Dienstag um 13.45 Uhr eine Pflegerin des Senioren-Wohnheimes Park Residenz Döbling im Apartment einer 87-jährigen österreichischen Bewohnerin nach dem Rechten sehen wollte, schreckte sie zurück. Die Seniorin lag leblos im Zimmer – ob sie in ihrem Bett oder am Boden liegend aufgefunden wurde, wollte die Polizei aus „ermittlungstaktischen Gründen“ nicht verraten. Das Gesamtbild ergab aber rasch: Die Pensionistin war kaltblütig ermordet worden.

Die schmucke Seniorenresidenz ist für seine Bewohnerinnen und Bewohner nicht billig.
Die schmucke Seniorenresidenz ist für seine Bewohnerinnen und Bewohner nicht billig.(Bild: Imre Antal)

3000 bis 6000 Euro für ein Zimmer
Eine Obduktion am Mittwoch bestätigte die schlimmsten Befürchtungen – bei dem Fall muss von einem Tötungsdelikt ausgegangen werden. Was genau in dem noblen Wohnhaus, in dem pro Monat von 3000 bis 6000 Euro für ein Zimmer zu berappen sind, passierte, ist für die Polizei nach wie vor ein Rätsel. Anfangsverdacht gebe es noch keinen, laut Sprecherin Irina Steirer werde in alle Richtungen ermittelt.

Security-Beamte beobachteten am Donnerstag jeden Besucher.
Security-Beamte beobachteten am Donnerstag jeden Besucher.(Bild: Imre Antal)

Beim „Krone“-Lokalaugenschein am Tatort Donnerstagmittag hüllten sich Angestellte und Besucher in Schweigen. 

Besucher und Angestellte verdächtig
Auch am Donnerstagmittag waren die Kriminalisten noch damit beschäftigt, Spuren zu sichern und die Bewohner und Angestellten des Heimes sowie mögliche Angehörige zu befragen. Videos der Überwachungskameras und Besucherlisten der Seniorenresidenz müssen ausgewertet werden. Beim „Krone“-Lokalaugenschein in der eisigen Kälte trugen Kriminalbeamte kisten- und säckeweise mögliche Beweismittel zu ihrem Wagen.

Viele Menschen gehen in der Residenz aus und ein.
Viele Menschen gehen in der Residenz aus und ein.(Bild: Imre Antal)

Das Heim postierte trotz besetzter Portierloge zwei zusätzliche Securitys vor dem Haus, um jeden Besucher im Auge zu behalten. 

Zwei mysteriöse Todesfälle und Diebstähle
Die schöne Seniorenresidenz im gehobenen Wohnviertel geriet, krone.at-berichtete, nicht zum ersten Mal in die Negativ-Schlagzeilen: 2018 verstarben zwei damals 97-jährige Frauen, wie es hieß, auf mysteriöse Art und Weise, während Zehntausende Euro an Erspartem und Schmuck der beiden Damen fehlten – es wurde ermittelt. 2019 sprach dann eine Ex-Praktikantin von „achtlosem und menschenverachtendem“ Umgang gegenüber den Heimbewohnern. Das Haus wies die Anschuldigungen damals zurück.

Nun muss die Polizei erneut Spuren sichern und nach möglichen Verdächtigen suchen. 

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