Türkin in U-Haft

Kokain-Schmuggel mit drei Kindern im Auto

Salzburg
22.01.2026 16:00

13 Mal soll eine dreifache Mutter Kokain von den Niederlanden nach Salzburg geschmuggelt haben. Mit dabei hatte sie ihre drei Kinder, deren Obsorge aber beim Jugendamt liegt. Zur Kindesentziehung zeigte sie sich auch geständig, aber nicht zu den Schmuggelfahrten. 

Die türkische Angeklagte (37) ist dreifache Mutter, hat keinen Job, aber ein abgeschlossenes Studium und mehr als 10.000 Euro Schulden durch Verwaltungsstrafen – vor allem wegen Fahrens ohne Führerschein, wie beim Prozess am Donnerstag im Salzburger Landesgericht zu hören war.

Seit 14 Jahren lebt sie hier von Sozialleistungen, aber für ihre Aussage braucht sie dennoch einen Dolmetscher. „Der Hauptvorwurf ist der Suchtgifthandel durch Schmuggelfahrten. Bei 13 Fahrten hat sie rund 14 Kilogramm Kokain transportiert“, führte die Staatsanwältin aus und nannte Beitragshandlungen für die Suchtgift-Geschäfte, die sie mit bereits zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilten Komplizen durchführte. So stellte sie ihre Wohnung als Suchtgift-Bunker zur Verfügung und soll auch organisatorisch tätig gewesen sein.

Kinder waren bei Drogen-Geschäften zugegen
Neben den Suchtgift-Delikten wurde der Mutter Kindesentziehung und Sozialleistungsbetrug vorgeworfen: Ihre drei minderjährigen Mädchen seien über mehrere Monate bei ihr gewesen und auch bei den Schmuggelfahrten mit im Auto gewesen, obwohl das Jugendamt die Obsorge hat. Zu diesem Punkt zeigte sie sich auch geständig.

Und: Mehr als 4000 Euro an Sozialleistungen soll sie zu Unrecht bekommen haben, weil sie zu dieser Zeit Einkünfte aus dem Suchtgiftgeschäft hatte. Ihr Verteidiger bezeichnete sie als „junge Frau, die ausgebrochen ist“: Nach einer unglücklichen Ehe habe sie einen neuen Mann kennengelernt, einen Drogendealer. Er habe ihr Reisen, beispielsweise nach Paris, ermöglicht.

Er soll sie aber auch in das Suchtgift-Geschäft hineingezogen haben. Ihr sei dabei eine Art Geschäftsmodell angeboten worden: 3000 Euro pro Schmuggelfahrt samt Hinweis, dass die Fahrten „mit den Kindern sicherer“ seien. Viel sprach die Angeklagte über ihre Liebesbeziehungen, wenig über die Vorwürfe. Nur ein kleiner Teil der Kokain-Fahrten wird eingeräumt.

Der Schöffensenat wollte noch Zeugen hören und vertagte den Prozess auf den 17. März. Bis dahin bleibt sie in Untersuchungshaft.

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