St. Pöltens Flügelrakete Winfred Amoah sprüht nach einem bärenstarken Herbst vor Tatendrang, steigt beim Thema Aufstieg aber (vorerst) auf die Euphoriebremse. Papa Charles, der einst Sturms Rekordeinkauf war, schaut beim Sohnemann genau hin...
Nicht nur die City-Stars von Pep Guardiola mussten zwecks Kontrolle auf die Waage. Auch beim SKN wurde nach der Pause der Status quo der Kicker abgecheckt. Oder: gewogen. „Es hat alles gepasst. Ich habe aber auch nicht so viele Kilo“, grinst St. Pöltens 1,70-Meter-„Wirbelwind“ Winfred Amoah.
Der 25-Jährige sprüht schon wieder vor Tatendrang. Verständlich. Nicht nur er performte im Herbst über den Erwartungen. „Viele waren geschockt. Keiner dachte, dass es so gut laufen könnte, wir Winterkönig werden“, so der pfeilschnelle Angreifer. „Trainer Sekerlioglu hat einen Riesenanteil daran. Er ist fachlich unfassbar gut. Jeder weiß, was er zu tun hat.“ Amoahs Job ist die Gegenspieler zur Verzweiflung zu bringen. „Ich habe nun mehr Freiheiten, komme öfters ins eins gegen eins.“ Nur die Ausbeute ist ausbaufähig. Der Rechtsfuß traf erst dreimal, lieferte fünf Assists.
„Es hätten mehr Scorerpunkte sein müssen. Ich kann nichts dafür, wenn meine Kollegen die Vorlagen nicht reinmachen“, lacht der Steirer, der einen bekannten Vater hat. Richtig. Charles Amoah! Der frühere Stürmer wechselte 2001 für die damalige Rekordablöse von 3,93 Millionen Euro von St. Gallen zu Sturm, wurde in Graz aber nie glücklich. „Ich schaue ihm zum Verwechseln ähnlich. Deswegen wurde ich in der Steiermark oft auf ihn angesprochen.“
Ob’s Tipps vom Papa gibt? „Wenn ich gut spiele, sagt er nichts. Läuft’s nicht, dann bekomm ich eine ausführliche Analyse.“ Womöglich wie man aufsteigt. Der heute 50-Jährige wurde mit dem LASK 2007 Zweitliga-Meister. „Wir haben nie gesagt, dass wir rauf wollen, beschäftigen uns nicht mit dem Thema. Lass die anderen doch reden. Wir schauen nur auf das Hier und Jetzt.“
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