Im Zweitliga-Spiel zwischen Austria Salzburg und dem FC Liefering prallen am Freitag zwei Welten aufeinander. Beide Vereine sind in vielen Bereichen nicht zu vergleichen. Schon gar nicht im Hinblick auf die Fankultur. Eine „Krone“-Kolumne.
Es mag nicht überraschen, aber: Zumindest ein Duell hat Austria Salzburg schon vor dem Aufeinandertreffen mit Liefering am Freitag entschieden. Nämlich das der Fans. Einige Leser werden jetzt die Stirn runzeln und sich fragen, welche Anhängerschaft aufseiten der Gäste gemeint sein könnte. Zurecht. Klammert man das erste Saisonderby aus, wo 8120 Zuschauer im Stadion waren, krebst Liefering bei etwa 200 Heim-Besuchern im Schnitt herum.
Tickets für die Gäste werden intern verteilt
Im Herbst hatten die Liefering-Verantwortlichen dazu noch eine Fan-Entscheidung getroffen. So blieb die Nordkurve – beim Bundesligisten der Bereich des Fankerns – leer. Das sorgte für Kritik. Ähnliches gilt morgen für den Gästesektor. Dem Gastverein stehen zehn Prozent der Gesamtkapazität zu. Liefering hat sich jedoch dafür entschieden, auf Fangruppierungen – wie etwa das Kollektiv „Gruppo fanatico“ – zu verzichten. „Wir verteilen die Karten intern“, hieß es von Klubseite. Also an Familie und Freunde des Teams.
„Duell“ in diesem Fall dehnbarer Begriff
Die Austria hingegen konnte die offiziell zugelassene Kapazität von 1566 Leuten kurz vor dem Spiel noch geringfügig nach oben schrauben. Die Terrasse der ASKÖ-Anlage mit bester Sicht aufs Feld steht als zweiter VIP-Bereich neben dem „Club.33“ zur Verfügung. Am Start-Ziel-Sieg der Gastgeber hätte das im Fan-Duell aber nichts verändert. Obwohl „Duell“ in diesem Fall ohnehin ein sehr dehnbarer Begriff ist.
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