Datenleck-Ermittlungen
FBI durchsuchte Wohnung von Journalistin
Die US-Bundespolizei FBI hat die Wohnung einer Journalistin der „Washington Post“ durchsucht. Die Untersuchung richte sich aber nicht gegen sie, sondern gegen einen Systemadministrator, der geheime Dokumente in seinem Haus aufbewahrt haben soll, hieß es.
Der Regierungsangestellte soll die Dokumente nicht nur unerlaubt nach Hause genommen, sondern auch weitergegeben haben. Die Journalistin Hannah Natanson, deren Wohnung nun durchsucht wurde, soll diese Informationen erhalten und darüber berichtet haben. Ermittlerinnen und Ermittler beschlagnahmten ihr Mobiltelefon, zwei Laptops – darunter ein Arbeitsgerät – sowie eine Smartwatch.
US-Justizministerin Pamela Bondi teilte auf der Plattform X mit, dass es einen Antrag auf Untersuchung des Verteidigungsministeriums gegeben habe. Der mutmaßliche Informant befinde sich inzwischen in Haft. Die Regierung werde illegale Leaks von Geheimdokumenten nicht tolerieren, da diese ein erhebliches Risiko für die nationale Sicherheit seien. Die Zeitung „Washington Post“ kritisierte, dass Durchsuchungen von Wohnungen von Journalistinnen und Journalisten selbst in diesem Kontext ungewöhnlich und aggressiv seien. Der Vorfall werfe Fragen zur Pressefreiheit in den Vereinigten Staaten auf, hieß es beim US-Sender CNN.
Hannah Natanson hatte im vergangenen Jahr intensiv über die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump berichtet, Bundesbedienstete zu entlassen oder politisch neu auszurichten. Zahlreiche Regierungsangestellte hätten sich mit Sorgen, Wut und Angst an sie gewandt, hieß es. Das FBI äußerte sich zunächst nicht zu der Hausdurchsuchung.









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