Schießerei in Texas

Drei Tote nach Angriff: Pro-iranische Gesinnung?

Ausland
02.03.2026 07:55
Porträt von krone.at
Von krone.at

In Texas hat ein Angreifer am vergangenen Wochenende in einer Bar um sich geschossen. Drei Menschen kamen dabei ums Leben. Die Polizei vermutet einen Terrorhintergrund. Der Mann soll zuvor eine „pro-iranische Gesinnung“ geäußert haben.

Ein Angreifer hatte in der Nacht zum Sonntag vor einem Biergarten in Austin zwei Menschen erschossen und 14 weitere verletzt, bevor er von alarmierten Polizisten erschossen wurde. Bei dem Mann und in dessen Fahrzeug seien Hinweise gefunden worden, die auf einen möglichen Zusammenhang mit Terrorismus hindeuteten, sagte FBI-Ermittler Alex Doran.

„Hass auf Israel und US-Führung“
Der Täter hat nach Angaben der Organisation „Site“ in der Vergangenheit in Onlinediensten eine „pro-iranische Gesinnung“ geäußert. Der Täter habe in Beiträgen im Onlinedienst Facebook, die bis ins Jahr 2017 zurückreichten, Unterstützung für die Regierung in Teheran und „Hass auf die israelische und US-Führung“ geäußert, erklärte „Site“, die auf die Beobachtung islamistischer Online-Plattformen spezialisiert ist, am Sonntag (Ortszeit).

Täter schoss aus einem Auto
Laut den Ermittlern wurde die Polizei um etwa 2 Uhr nachts in einem Notruf wegen einer Schießerei in einem beliebten Ausgehviertel der Stadt verständigt. Der Verdächtige habe zunächst mit einer Pistole aus einem Auto auf Menschen geschossen. Er habe den Wagen dann geparkt, sei mit einem Gewehr ausgestiegen und habe weiter auf Passanten geschossen. Die Polizei habe den Mann getötet. Insgesamt seien 14 Menschen verletzt worden. Was genau die Ermittler einen Terrorhintergrund erwägen lässt, ist bisher nicht bekannt. Im Auto des Schützen seien keine Bomben oder ähnliches gefunden worden, hieß es.

Ein Angreifer hatte in der Nacht zum Sonntag vor einem Biergarten in Austin auf Menschen ...
Ein Angreifer hatte in der Nacht zum Sonntag vor einem Biergarten in Austin auf Menschen geschossen.(Bild: AFP/BRANDON BELL)

Familien müssen Tote identifizieren
Der Bürgermeister der Stadt, Kirk Watson, lobte das Vorgehen der Polizei. Das schnelle Handeln habe Leben gerettet, sagte er. Die Polizei sprach den Angehörigen der Verstorbenen Beileid aus. „Derzeit müssen Familien ihre Liebsten identifizieren, es gibt Familien, die im Krankenhaus auf Nachrichten nach Operationen warten. Das ist die Realität, mit der wir es heute zu tun haben“, sagte eine Polizistin.

USA: 56 Schusswaffenangriffe seit Jahresbeginn
Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Gun Violence Archive hat es seit Beginn dieses Jahres allein bereits 56 Schusswaffenangriffe mit mehr als vier Verletzten oder Getöteten in den USA gegeben. In dem Land kommt es immer wieder zu schwerwiegenden Fällen von Waffengewalt – etwa an Schulen, in Supermärkten, Nachtklubs oder bei großen Veranstaltungen. Schusswaffen sind in den USA leicht erhältlich, teils auch halbautomatische Waffen. Trotz großem Entsetzen nach besonders schlimmen Vorfällen mit vielen Toten scheitern Bemühungen, die Waffengesetze zu verschärfen, seit Jahren immer wieder.

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