In jüngeren Jahren hatte der Vorarlberger Jakob Greber den Ruf eines „Kamikaze-Piloten“ – seine Ausfallquote hoch. Etwas, dass der 22-Jährige in den letzten Monaten aber ausgezeichnet in den Griff bekommen hatte. So kam der Head-Pilot zuletzt 27-mal in Serie ins Ziel. Bis Dienstag, da riss diese Superserie beim WM-Test in Crans Montana (Sz).
„Natürlich wäre es schöner gewesen, wenn es anders gelaufen wäre. Aber mein Speed hat gepasst und mir ist es lieber, ich falle einmal aus und bin bis dahin bei der Musik dabei, als dass ich ins Ziel komme und ergebnistechnisch in der Gegend herumfahre“, kommentierte Jakob Greber seinen Ausfall beim gestrigen Europacup-Slalom im Schweizer WM-Ort von 2027, Crans Montana.
Piste baute rasant und massiv ab
Das Rennen, das wegen Problemen an der Piste – es musste aufgrund der hohen Temperaturen mit Wasser und Salz gearbeitet werden – begann verheißungsvoll. Der 22-jährige Greber, der bei drei der vier bisherigen EC-Saisonslaloms auf das Podest gefahren war, zeigte mit Nummer sieben eine starke Fahrt und lag zur Halbzeit als Dritter nur 0,23 Sekunden hinter dem zeitgleichen Führungsduo Sandro Simonet (Sz) und Hans Grahl-Madsen (Nor).
Belgisches Weltcup-Ass legt vor
Im Finale baute die WM-Piste von 2027 erneut ab, allerdings noch so massiv wie im ersten Lauf. Der Belgier Armand Marchant, der in diesem Winter in Gurgl als Zweiter bereits am Weltcuppodest gestanden war, legte als Halbzeit-Neunter eine starke Zeit hin, an der sich die Konkurrenz nach und nach die Zähne ausbiss.
Greber startete auch im zweiten Lauf stark, lag bei der Zwischenzeit noch immer 0,44 Sekunden vor Marchand. „Bis Mitte Steilhang war ich gut dabei, dann bin ich aber zu gerade in eine Haarnadel hinein und dann ging es sich nicht mehr aus“, analysierte der Mellauer seinen ersten Ausfall nach 27 Rennen, in denen er stets ins Ziel gekommen war. „Natürlich denkst du kurz darüber, was passiert ist. Aber aus der Fassung bringt mich das nicht.“ Zumal er bereits heute die Chance zur Revanche hatte.“
Seidler mit Bestzeit im Finale
Den Sieg holte sich Marchand vor Simonet und Grahl-Madsen. Der Silbertaler Moritz Zudrell schied nach Halbzeitrang 42 wie Greber im Finale aus. Bester Österreicher wurde der Osttiroler Kilian Pramstaller als Sechster – der Steirer Ralph Seidler fuhr mit Laufbestzeit im Finale noch von Zwischenrang 22 auf Platz neun.
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