Idee abgeschmettert

Keine Ringstraßenbahn im Rheintal

Vorarlberg
04.03.2026 17:00
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Keine Freude haben Grüne und Neos derzeit in Vorarlberg: Dort wurde am Mittwoch die Idee einer Ringstraßenbahn für das Rheintal von der schwarz-blauen Koalition abgelehnt. 

Das Thema Verkehr ist insbesondere im Rheintal ein heiß diskutiertes - genervte Pendler, verkehrsgeplagte Anrainer und jahrzehntelange Diskussionen über Entlastungsmöglichkeiten inklusive. Immer wieder werden auch innovative Ideen ins Spiel gebracht – oder aus dem Spiel genommen, wie am Mittwoch die Idee einer Ringstraßenbahn für das Rheintal. 

Die Idee stammt von den Grünen, am Mittwoch wurde ein Antrag, den die Neos diesbezüglich eingebracht haben, abgeschmettert. „ÖVP und FPÖ strotzen von steinzeitlichem Mobilitätsverständnis. Während sie stur an sündteuren Straßen- und Tunnelprojekten festhalten, schmettern sie moderne Verkehrsentlastungskonzepte wie die Ringstraßenbahn für das Rheintal ab“, ärgert sich der Grüne Mobilitätssprecher Daniel Zadra. 

Seiner Meinung nach hätte die Straßenbahn rund 155.000 Menschen in Bregenz, Lauterach, Schwarzach, Dornbirn, Lustenau, Höchst und Hard vom Verkehr entlastet. Auch die Ortszentren hätten von der Straßenbahnverbindung profitiert, meint er. „Eine Ringstraßenbahn würde uns auf die Überholspur bringen. Es ist bedauerlich, dass die altbackene Sichtweise von ÖVP und FPÖ keinen Platz für moderne Verkehrskonzepte lässt.“ 

„Schwarz-Blau blendet Jahrzehnte aus“
Auch die Neos sind alles andere als glücklich. Sie ärgern sich besonders über die Argumentation von Schwarz-Blau: „Dass Innovation und moderne Ideen innerhalb der Volkspartei nicht gerade Priorität genießen, ist uns Neos durchaus bekannt. Dass nun aber die Prüfung einer Ringstraßenbahn im unteren Rheintal mit Verweis auf das Planungsverfahren ‘Mobil im Rheintal‘ abgeschmettert wird, ist irrwitzig.“ Dieses sei nämlich von 2007 bis 2011 gelaufen – und seitdem habe sich in Sachen Verkehr doch einiges geändert, Stichwort E-Mobilität. „Wer im Jahr 2026 noch immer mit Planungsgrundlagen aus dieser Zeit argumentiert, blendet die Entwicklungen der letzten zwei Jahrzehnte aus,“ wettert Claudia Gamon, Klubobfrau der Neos.  

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