Maue Nachfrage

Zumtobel: Weniger Umsatz, weniger Gewinn

Vorarlberg
05.03.2026 13:31
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Der Vorarlberger Leuchtenhersteller Zumtobel hatte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 mit einer rückläufigen Nachfrage zu kämpfen. Der Konzernumsatz sank im Vergleich zur Vorjahresperiode um 6,4 Prozent auf 775 Millionen Euro, der Gewinn brach um rund 30 Prozent auf neun Millionen Euro ein.

In der Leuchtenbranche bilden sich konjunkturelle Entwicklungen traditionell erst verzögert ab. Von der lauen Brise, die – möglicherweise – einen sanften Aufschwung ankündigt, war in den vergangenen neun Monaten folglich noch nichts zu spüren: „Insbesondere die anhaltende Schwäche im Nichtwohnbausektor sowie verzögerte Investitionsentscheidungen“ hätten die Geschäftsentwicklung belastet, teilte Zumtobel am Donnerstag per Aussendung mit. Der Umsatz des „Lighting“-Geschäftsbereiches ging in den ersten drei Quartalen um 5,1 Prozent auf 618,6 Millionen Euro zurück. Die anhaltend schwache Industriekonjunktur belastete auch das „Components“-Segment von Zumtobel, in diesem Prozent schrumpften die Erlöse sogar um 11,7 Prozent auf 200 Millionen Euro.

Negative Sondereffekte
Auf das Ergebnis drückten zudem negative Sondereffekte in Höhe von 12,7 Millionen Euro. Diese sind unter anderem auf Restrukturierungskosten für die Schließung des US-Produktionsstandorts in Highland (5,3 Millionen Euro), die Abschreibung des Firmenwerts der ZGE Components (2,0 Millionen Euro) sowie Wertminderungen bei aktivierten Entwicklungsprojekten (2,7 Millionen Euro) zurückzuführen.

Effizienzprogramm zeigt Wirkung
Allerdings hat das Vorarlberger Paradeunternehmen für seine Aktionäre auch gute Nachrichten parat. So konnte Zumtobel im laufenden Geschäftsjahr die Material- und Personalkosten leicht reduzieren. Im Bereich Entwicklung (1,7 Millionen Euro) sowie bei den Aufwendungen für Vertrieb und Verwaltung (7,3 Millionen Euro) sind ebenfalls Kosten in signifikanter Höhe gesenkt worden. „Unser Effizienzprogramm zeigt bereits erste Wirkung“, ist Zumtobel-Chef Alfred Felder zufrieden.

Umsatz-Ausblick bestätigt, Margenziel konkretisiert
Der Ausblick auf die kommenden Monate fällt durchwachsen aus: Einerseits könnten laut dem Unternehmen der verschärfte Wettbewerb infolge der US-Zollpolitik und die anhaltet maue Nachfrage insbesondere im Neubausegment das Umsatzniveau weiter drücken. Andererseits erhofft man sich aufgrund diverser regulatorischer Initiativen auf EU-Ebene und in Deutschland sowie der Umsetzung von Effizienz- und Stabilitätsmaßnahmen einen leichten Aufschwung. Der Vorstand erwartet sich zwar weiterhin für das gesamte Geschäftsjahr 2025/26 „einen Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich“ im Vergleich zum Vorjahr, immerhin wurde aber die ursprünglich prognostizierte EBIT-Marge (zwischen 1 Prozent und 4 Prozent) auf nunmehr 2,5 bis 4 Prozent erhöht. 

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