Eigentlich war geplant, die Pläne für das Hochwasserschutzprojekt Rhesi im März zur Genehmigung einzureichen. Doch daraus wird nichts: Es seien noch Untersuchungen ausständig, hieß es seitens der Internationalen Rheinregulierung (IRR).
In den vergangenen Jahren wurde von der Vorarlberger Landesregierung wiederholt betont, dass das Milliardenprojekt Rhesi so schnell wie möglich umgesetzt werden soll, zumal dieses für das Rheintal, historisch ein Hochwasserrisikogebiet, eine Art Lebensversicherung darstelle. Da fügt es sich gar nicht gut ins Bild, dass der ursprünglich geplante Einreichungstermin verschoben werden muss. Allerdings ist die Verzögerung überschaubar, die Pläne sollen jedenfalls noch im ersten Halbjahr diesen Jahres zur Genehmigung vorgelegt werden.
Koblacher trifft keine Schuld
Noch seien nicht alle erforderlichen Untersuchungen abgeschlossen, so die Projektverantwortlichen. Dass die Gemeindevertretung der Anrainerkommune Koblach sich Ende Jänner gegen die vorliegende Rhesi-Planung ausgesprochen hat, habe mit der Verschiebung nichts zu tun, betont man seitens der IRR. Insgesamt müssen für das grenzüberschreitende Großprojekt über 630 Unterlagen vorbereitet werden.
Für ein 300-jährliches Hochwasser gerüstet
Durch Rhesi wird die Abflusskapazität des Rheins von Feldkirch bis zur Bodenseemündung auf 26 Kilometern Länge auf ein statistisch alle 300 Jahre auftretendes Hochwasser erhöht, welches 300.000 Menschen gefährden und bis zu 13 Milliarden Euro Schaden verursachen würde. Derzeit halten die Rheindämme einem 100-jährlichen Hochwasserereignis stand und der Alpenrhein fließt als begradigter Kanal in den Bodensee – künftig wird der Fluss möglichst naturnah gestaltet. Die Kosten, aktuell auf rund 2,1 Milliarden Euro geschätzt, teilen sich Österreich und die Schweiz. Noch in diesem Jahrzehnt soll Baustart sein, die Bauzeit dürfte um die 20 Jahre betragen.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.