Länderübergreifend

Monitoring von Wolf und Bär wird intensiviert

Vorarlberg
04.03.2026 15:32
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

In Bregenz trafen sich jüngst Fachleute zum Thema „große Beutegreifer“ – vor allem der Wolf stand dabei im Mittelpunkt. Allerdings rückt auch der Bär zunehmend in den Fokus der Experten. 

Schon im Jahr 2022 haben die Regierungschefs der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer eine Resolution zum länderübergreifenden Wolfsmanagement beschlossen. Vorgesehen ist eine enge Zusammenarbeit beim Wolfsmonitoring im Alpenraum. Das derzeitige Vorsitzland Vorarlberg hat kürzlich zu einem Expertentreffen aus den Bereichen Wildökologie und Alpwirtschaft nach Bregenz eingeladen. Dabei erhielten die Teilnehmer  Einblicke in das länderspezifische genetische Monitoring und den Datenaustausch. 

Diskutiert wurde zudem auch, welche Daten zu großen Beutegreifern und Alpwirtschaft künftig weiter erhoben und geteilt werden sollen. Der bisherige Datenaustausch im Bereich Berglandwirtschaft und Wolfsmonitoring soll vertieft werden. Einig waren sich die Teilnehmer, dass auch Informationen zu den Todesursachen von Wölfen zwischen den Mitgliedsländern ausgetauscht werden sollen. Neben Infos zum Wolf sollen auch Daten zum Bären geteilt werden, etwa zur räumlichen Ausdehnung, zur Genetik und zu Schäden, die Bären verursacht haben. 

Schnelles Handeln sicherstellen
All diese gesammelten Daten sollen ein „wissenschaftlich robustes Monitoring“ möglich machen, heißt es dazu vom Land. Nur so könne ein schnelles Handeln im Ernstfall sichergestellt werden. Betont wurde, dass neben Präventionsmaßnahmen auch der Abschuss von Wölfen ein wichtiges Instrument des Wolfmanagements sei. Dieser Weg werde in Vorarlberg zum Schutz der Alpwirtschaft weiter konsequent gegangen.  

Ziel ist es, dass Alpwirtschaft und große Beutegreifer in Zukunft nebeneinander koexistieren können. Eine verbesserte Datenlage kann dabei helfen. In der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer sind Bayern, Graubünden, Lombardei, Salzburg, St. Gallen, Südtirol, Tessin, Tirol, Trient und Vorarlberg vertreten.

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