Streit um Gehälter

Streik in allen acht Ordensspitälern in OÖ

Oberösterreich
13.01.2026 15:19
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Kommende Woche, voraussichtlich am Donnerstag, 22. Jänner, wird in allen acht Ordensspitälern in Oberösterreich gestreikt. Die Beschäftigten haben sich in einer Abstimmung der Gewerkschaft vida mit 93,3 Prozent gegen das letzte Arbeitgeber-Angebot in den KV-Verhandlungen und für den Streik ausgesprochen.

Zuletzt war am 8. Jänner verhandelt worden – ohne Ergebnis. Wie berichtet, lehnte die Arbeitnehmerseite die von den Ordensspitälern angebotene Gehaltserhöhung um 3,3 Prozent ab kommendem Juli ab. Sie fordert mehr Geld und eine 35-Stunden-Woche. Ein Ultimatum an die Arbeitgeber, ein verbessertes Angebot vorzulegen, lief am Montag aus, weshalb rund 200 der insgesamt 10.000 nichtärztlichen Ordensspital-Mitarbeiter an diesem Tag eine Demo vor dem Linzer Landhaus abhielten.

Ansuchen um Streikfreigabe
Kommende Woche gehen sie noch einen Schritt weiter. Wie die Gewerkschaft vida am Dienstag bekannt gab, soll am Donnerstag, 22. Jänner, in allen acht oberösterreichischen Ordensspitälern gestreikt werden. 93,3 Prozent der Beschäftigten hätten sich in einer Umfrage der Gewerkschaft dafür ausgesprochen. Nun suche man beim ÖGB um Streikfreigabe an.

Was passiert mit den Patienten?
Das Wohl der Patientinnen und Patienten soll dabei nicht gefährdet werden. „Wir bieten den Arbeitgebern an, sich mit uns über ein geordnetes Herunterfahren des Betriebes am Streiktag zu beraten“, sagt vida-Verhandlerin Martina Reischenböck. Vertreter der Ordensspitäler hatten zuvor die Forderung der Gewerkschaft als überzogen und nicht realisierbar dargestellt – dazu seien quasi von heute auf morgen 900 zusätzliche Vollzeitstellen nötig. „Eine bewusste Irreführung“, sagt vida-Landesvorsitzender Gerhard Siegl. „Unser Stufenplan sieht eine Stunde weniger pro Jahr bis zum Jahr 2030 vor. Die Arbeitgeber hätten also fünf Jahre Zeit, um das zusätzliche Personal aufzubauen.“

Der Streik am 22. Jänner solle aber nicht das Ende der Kollektivvertragsverhandlungen bedeuten, sagt Reischenböck: „Wir sind verhandlungsbereit und hoffen weiterhin auf eine Lösung am Verhandlungstisch.“

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