Die Verhandlungen sind offenbar gescheitert, jetzt wird demonstriert und auch das Wort Streik fällt immer öfter. Die 10.000 Mitarbeiter der Ordensspitäler von Oberösterreich sind sauer, weil die Gehaltsverhandlungen gescheitert sind. Kommende Woche rufen sie zum Protestmarsch auf.
Auch die vierte Kollektivvertragsverhandlungsrunde für die 10.000 Beschäftigten der Ordensspitäler Oberösterreich am 8. Jänner brachte keinen Abschluss. Die Arbeitgeber hätten laut Gewerkschaft vida neben kleinen rahmenrechtlichen Punkten weiterhin nur einen Abschluss unter der rollierenden Inflation angeboten. Dies würde daher einen Reallohnverlust für die Beschäftigten mit sich bringen.
Bereits in den vergangenen Wochen hätten Beschäftigte mit über 6800 Unterschriften klargemacht, dass sie Lohnerhöhungen zumindest in Höhe der Inflation sowie eine stufenweise Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden erwarten.
„Die Arbeitgeber haben sich seit der ersten Verhandlungsrunde wenig bewegt. Das Angebot, das am Tisch liegt, bedeutet einen erheblichen Reallohnverlust für alle, die tagein tagaus die Gesundheitsversorgung im Land Oberösterreich am Laufen halten. Bei der Arbeitszeitverkürzung gibt es gar kein Angebot. Dabei hat sich das Tempo im Krankenhaus die letzten Jahre massiv beschleunigt und wir gehören trotzdem immer noch zu den letzten Berufsgruppen mit 40 Stunden Normalarbeitszeit. Deshalb bleibt uns jetzt nichts anderes übrig, als uns mit den Kolleg:innen über weitere Maßnahmen abzustimmen“, so Martina Reischenböck, Gesundheitssprecherin vida Oberösterreich.
Ultimatum läuft aus, weiteres Vorgehen in Abstimmung
Das zuvor ausgesprochene 40-Tage-Ultimatum an Arbeitgeber und Politik läuft am Montag aus. Da es nach wie vor keinen Abschluss gibt, ziehen die Beschäftigten nun Konsequenzen.
Demo zeitgleich mit Landesregierungssitzung
Am Montag, 12. Jänner, halten sie eine Kundgebung vor dem Landhaus in Linz ab – zeitgleich mit der Sitzung der oberösterreichischen Landesregierung. Dort habe die oberösterreichische Gesundheitsrätin Christine Haberlander eine letzte Chance, weitere gewerkschaftliche Maßnahmen abzuwenden und auf die Forderungen der Gewerkschaft einzugehen. Indes stimmen bis zum 13. Jänner alle Beschäftigten der Ordensspitäler OÖ über das weitere Vorgehen ab, um Bewegung in die Verhandlungen zu bringen.
Parteien sollen kommen
Die Gewerkschaft vida unterstützt die Kundgebung und lädt die Gesundheitsrätin gemeinsam mit den Beschäftigten zur Kundgebung am 12. Jänner vor der Landhausbrücke ein. Darüber hinaus sind alle Parteien, die in der Landesregierung sind, eingeladen und aufgerufen vor Ort Stellung zu nehmen.
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