Nahversorgung im Fokus

Senioren sehen „Gefahr“ bei Ausdünnung von Klinik

Niederösterreich
13.01.2026 13:00

Die Debatten rund um den Gesundheitsplan 2040+ reißen nicht ab. Nun meldet sich auch der Pensionistenverband Österreich zu Wort – für einen Standort, der mit 187.000 Bürger ein großes Einzugsgebiet hat: das Landesklinikum Mistelbach. „Es ist ein zentraler Pfeiler der Gesundheitsversorgung im Weinviertel und muss in voller Leistungsfähigkeit erhalten bleiben.“

„Für viele Ältere ist das Krankenhaus Mistelbach erste und einzige Anlaufstelle im Notfall. Längere Wege oder auch eingeschränkte Leistungen bedeuten daher ein reales Gesundheitsrisiko“, so Bezirksvorsitzender Herbert Ettenauer. „Am Papier klingt es nach Reform, für Betroffene kann es dann enorm mehr Belastung bedeuten.“

Info-Event der Interessensgemeinschaft folgte Zoff im Gemeinderat
Die Meldung ist Wind in die Segeln der „Interessensgemeinschaft Pro Schwerpunkt Krankenhaus Mistelbach“, einer unabhängigen Plattform für den Erhalt des Spitals – und damit gegen Leistungsreduzierungen.

Zuschuss für übervollen Stadtsaal wurde nicht gewährt
Das Ansuchen um Übernahme der Stadtsaalmiete für die mit 400 Bürgern besuchten Informationsveranstaltung am 13. November von 780 Euro ist im Gemeinderat mehrheitlich abgelehnt worden. Weidlich: „Information sollte in Mistelbach jedenfalls ebenso viel Wert sein, wie es bei Subventionierungen gesellschaftspolitischer Demonstrationen oder mancher öffentlicher Unterhaltungsveranstaltungen mit mehreren tausend Euro in Mistelbach der Fall ist.“ Auch das Fehlen des Oberhaupts bei dem Info-Event war Thema, obwohl ÖVP-Stadtchef Erich Stubenvoll „sogar Einladungen im Rahmen von zweier Funktionen erhalten hat“, heißt es seitens der Initiative.

Das Info-Event war eine überparteiliche Veranstaltung und (über-)füllte den Stadtsaal. Aus ...
Das Info-Event war eine überparteiliche Veranstaltung und (über-)füllte den Stadtsaal. Aus Informationsmangel konnte die Initiative nicht alle Fragen klären.(Bild: zVg)

Gemeinderat setzt Info-Veranstaltung für den 23. Februar an
Die Interessengemeinschaft macht nun „mit allen Kräften“ weiter: Beispielsweise werde man bei der angekündigten Infoversammlung am 23. Februar ein starkes Wort einlegen. „Uns ist wichtig, dass die 187.000 Bewohner des Klinikum-Einzugsbereichs viel konkreter als bisher zu den angepeilten Reduzierungen informiert werden.“

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