Die Freiheitlichen im Burgenland stehen nach dem Abgang von Norbert Hofer vor wichtigen Weichenstellungen. Während die Wahl des neuen Klubobmanns bevorsteht, sorgen vertagte Beschlüsse und unterschiedliche Sichtweisen im Vorstand für Spannung.
Im freiheitlichen Landtagsklub geht es dieser Tage um mehr als nur um Personalfragen. Nach dem Rückzug von Norbert Hofer als Klubobmann ist eine zentrale Führungsposition vakant und ausgerechnet jetzt zeigt sich: Die FPÖ ist sich intern nicht in allen Punkten einig.
Am Donnerstagabend tagte der Landesparteivorstand. Erwartet wurden klare Antworten, geliefert wurden vorerst nur Ankündigungen. Man habe „konstruktiv beraten“, hieß es offiziell. Entscheidungen? Vertagt. Organisatorisches müsse noch geklärt werden. Die Öffentlichkeit soll erst nach der Klubsitzung informiert werden.
Wäre alles klar gewesen, hätte man Ergebnisse präsentieren können. Dass dies nicht geschah, wird auch parteiintern so gedeutet, dass es im Vorstand kritische Stimmen und unterschiedliche Sichtweisen gegeben habe. Auch Hofer selbst war bei der Sitzung anwesend. Wortmeldungen von ihm? Gab es angeblich keine. Sein Rückzug als Klubobmann war Mitte Dezember bekannt gegeben worden, sein Verbleib im Landtag steht mittlerweile fest. Der Wechsel in die Privatwirtschaft macht die Funktion als Klubchef jedoch unvereinbar.
Parallel dazu sorgt die Situation rund um Sandro Waldmann für zusätzliche Spannung. Der Abgeordnete muss entscheiden, ob er ein Diversionsangebot der Staatsanwaltschaft annimmt oder ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung riskiert und somit sein Mandat ruhend stellen muss. Auslöser war ein Zwischenfall bei einer Veranstaltung im vergangenen Sommer. Auch dazu will man sich nach der Sitzung des Landesparteivorstandes nicht äußern und verweist auf die kommende Woche.
Entscheidung soll am 14. Jänner fallen
Die Wahl des neuen Klubobmanns ist für den 14. Jänner angesetzt. Als aussichtsreiche Kandidaten gelten Christian Ries, früherer Nationalratsabgeordneter und aktueller Landtagsmandatar, sowie Thomas Grandits, ehemaliger Klubdirektor.
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