Stella Rollig verabschiedet sich mit Jahresende als Direktorin des Belvedere. Bis dahin gibt es 14 neue Ausstellungen an den drei Standorten, einen Rohbau in Salzburg und Umbaupläne für Wien.
Einige zentrale Projekte werden in der Schwebe sein, wenn Stella Rollig das Belvedere nach einer Dekade verlässt mit Jahresende. Das Belvedere Salzburg, für das 2024 der Spatenstich in der Neuen Residenz der Mozartstadt erfolgte, wird erst 2027 eröffnet. Beim in Planung befindlichen Besucherzentrum in Wien, das ab 2027 gebaut werden soll, wird noch an Details gefeilt.
Das Belvedere selbst steht gut da, berichtete die scheidende Direktorin, deren Nachfolge eben ausgeschrieben wurde. Das Museum kann sich 2025 über einen Besucherrekord freuen: Erstmals wurde die Marke von zwei Millionen Eintritten an den drei Standorten überschritten. „Diese Zahlen verursachen Druck auf die Infrastruktur“, so Rollig. Umso nötiger sei die Umsetzung des Visitor Centers.
„Es geht nicht nur um einen Eingangsbereich, sondern um eine unterirdische Halle“, unterstrich der kaufmännische Geschäftsführer Wolfgang Bergmann, der sich gerade um eine dritte Amtszeit beworben hat, um die Umsetzung der Großprojekte zu managen. Dank Rekordeinnahmen und Rücklagen sei es realistisch, das 37,8 Millionen Euro Projekt fremdfinanziert selbst zu stemmen, so Bergmann: „Wirtschaftlich gesehen wäre es möglich. Es ist eine Frage des politischen Willens.“ Diesen braucht es auch, um endgültig Grünes Licht für ein vom Belvedere vorgelegtes Finanzierungsmodell zu bekommen.
Beim Belvedere Salzburg in der Neuen Residenz, an dem seit 2024 gebaut wird, rechnet man mit der Fertigstellung des Rohbaus im Sommer. Die Eröffnung gemeinsam mit dem neuen Salzburg Museum ist für 2027 geplant. „Wir sind beim kuratorischen Konzept schon ziemlich weit.“
Bis dahin hat Rollig in Wien noch Einiges vor. Das Programm stehe „stark im Zeichen von Künstlerinnen und feministischen Fragestellungen“. Neben dem Publikumsmagneten Waldmüller („Nach der Natur gemalt“, ab 27.2.) zeigt Rollig mit Anni Albers, Erna Rosenstein, Erika Giovanna Klien, Sandra Mujinga, Sue Williams, Miao Ying und Friedl Kubelka/vom Gröller eine Reihe interessanter Künstlerinnen.
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