Morddrohungen, Polizeischutz, bewaffnete Sicherheitskräfte – Jack Doohan spricht in der neuen „Drive to Survive“-Staffel über einen wahren Albtraum während seiner kurzen Zeit bei Alpine.
Am 27. Februar ist die achte Staffel der Netflix-Doku „Drive to Survive“ gestartet. In dieser sorgten Aussagen des 23-jährigen Australiers für Entsetzen. „Beim Grand Prix in Miami habe ich ernsthafte Morddrohungen erhalten“, schildert Doohan. „Ich habe sechs oder sieben E-Mails erhalten, in denen mir mitgeteilt wurde, dass mir alle Gliedmaßen abgetrennt würden, wenn ich in Miami noch im Auto säße.“
Polizeischutz in Miami
Alpine reagierte auf die Drohungen mit drastischen Maßnahmen. Rund um das Rennwochenende in Miami wurde die Sicherheit verschärft. Für Doohan gab es Polizeischutz. „Am Mittwoch war ich mit meiner verdammten Freundin und meinem Trainer dort, und ich hatte drei bewaffnete Männer um mich herum – ich musste eine Polizeieskorte anrufen, damit sie kam und die Situation unter Kontrolle brachte“, erzählt der Australier.
Ein Alpine-Sprecher bestätigte gegenüber „The Athletic“, man sei vor dem Wochenende „über die betreffenden Drohungen informiert“ gewesen und habe das weitere Vorgehen mit der Formel 1 und den Organisatoren abgestimmt. „Die Sicherheit aller Mitarbeiter, einschließlich der Fahrer, hat höchste Priorität und wird vom Team bei allen Veranstaltungen sehr ernst genommen“, hieß es.
Auch die Formel 1 bezog klar Stellung: „Die Formel 1 ist eine Familie und eine Gemeinschaft, die auf gegenseitigem Respekt und Unterstützung basiert. Es gibt keinen Platz für beleidigendes Verhalten, weder online noch persönlich, und der gesamte Sport steht geschlossen gegen jeden, der versucht, unsere Werte zu untergraben. Als Gemeinschaft werden wir jeden, der sich so verhält, den zuständigen Behörden und Plattformen melden.“
Traum geplatzt
Für Doohan war Miami zugleich sein letztes Rennwochenende als Alpine-Stammpilot. Kurz darauf verlor er sein Cockpit an Franco Colapinto. „Ich konnte es nicht genießen, Formel-1-Fahrer zu sein, etwas, von dem ich so lange geträumt hatte. Also ja, es ist ziemlich beschissen“, sagt er in der Doku.
Inzwischen hat Doohan ein neues Kapitel aufgeschlagen: Anfang Februar verpflichtete ihn Haas als Reservefahrer.
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