Die ÖBB bekommen Konkurrenz: Die mehrheitlich private Westbahn fährt künftig nicht mehr nur auf der Weststrecke, sondern startet auch auf der Südbahn von Wien über Graz und Klagenfurt bis nach Villach. Binnen dreier Jahre soll der Betrieb auf der Südbahn profitabel sein.
Am Sonntag rollen die ersten Züge auf der neuen Strecke an. Ab Ende Mai sollen täglich fünf Verbindungen pro Richtung angeboten werden. Damit steigt der Wettbewerb auf einer der wichtigsten Bahnachsen des Landes deutlich.
Bisher war das Unternehmen, an dem auch die französische Staatsbahn SNCF beteiligt ist, ausschließlich zwischen Wien, Linz und Salzburg im Einsatz. Man rechnet damit, im dritten Jahr profitabel zu werden. Möglicherweise gelinge dies auch etwas früher.
Drei neue Züge vom Schweizer Hersteller Stadler lässt sich die Westbahn 120 Millionen Euro kosten. Die Garnituren waren nicht schneller lieferbar, heißt es. Laut Hans Peter Haselsteiner wäre man im Fall des Falles auch früher gen Süden gestartet.
Hier sehen Sie die bislang kommunizierten Ticketpreise:

Tickets ab 8,99
Die Preise für Tickets variieren (Vorteilspreis, Seniorenpreis, Superpreis). Die Strecke Wien – Villach etwa ist im „Superpreis“ für 18,99 Euro zu haben. Nach Bruck an der Mur geht es ab Wien bereits ab 8,99 Euro.
Die Züge sind für sechs Jahre geleast. Es gibt die Option, diese dann zu kaufen oder das Leasing zu verlängern. 100 neue Jobs werden durch die Erweiterung geschaffen.
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