Das heutige Duell mit dem FC Red Bull Salzburg ist für einen Hartberger Spieler besonders: Elias Havel. Der Stürmer wurde bei den Bullen groß und hofft gegen seinen ehemaligen Klub auf eine Überraschung. Der 22-Jährige steht auch bei Teamchef Ralf Rangnick am Zettel.
Mit zehn Treffern nach 20 Runden führt er die Torschützenliste der Bullen an: Hartbergs Elias Havel. Der 22-Jährige ist in Salzburg, wo er mit seinem Team heute (17, live auf Sky) auf Red Bull Salzburg trifft, kein unbeschriebenes Blatt. Der gebürtige Wiener kickte mehr als sechs Jahre in der Akademie und für Zweitligist Liefering und kommt mit guten Erinnerungen zurück. „Ich habe dort viel gelernt, was etwa die Siegermentalität oder das Gegenpressing anbelangt. Auch von medizinischer Seite bin ich da immer gut betreut worden“, sagt Havel im Gespräch mit der „Krone“.
„Matthias Jaissle hat mir viel mitgegeben“
Die erfolgreichste Zeit erlebte er unter Matthias Jaissle. In 35 Spielen (2. Liga und U18) unter dem Deutschen traf er 26 Mal und bereitete vier weitere Tore vor. „Er hat mir viel mitgegeben“, erinnert sich Havel. Zahlen, die für eine hohe Veranlagung sprechen. Der Sprung zur Bundesligamannschaft gelang Havel aber nicht, im Juli 2023 verabschiedete er sich Richtung LASK – für ihn die richtige Entscheidung.
„Da ist man fast zu alt für das Debüt“
„Es wäre Thema gewesen, dass ich noch ein weiteres Jahr in der 2. Liga spiele. Bei den Profis hätte ich zu diesem Zeitpunkt keine Chance bekommen und ich wollte unbedingt schon in der Bundesliga spielen“, erzählt Havel, der sich damals bereit für diesen Schritt fühlte. „Mittlerweile ist man mit 19 oder 20 Jahren fast schon ein bisschen alt, um sein Debüt zu geben.“
Ein paar Jahre danach ist Havel längst ein gestandener Bundesliga-Spieler. Seine heurige Ausbeute ist Zeugnis genug dafür. Bodenständig sagt er: „Ich bin gut dabei, aber am Anfang der Saison habe ich schon die eine oder andere Chance liegen gelassen.“ Wie im August im ersten Saisonduell, das die Steirer sehr unglücklich mit 1:2 verloren. Das heutige Aufeinandertreffen („Salzburg ist der klare Favorit, der Druck liegt bei ihnen“) ist für Havel aber nicht nur wegen seiner persönlichen Vergangenheit besonders. „Es ist bis auf wenige Ausnahmen die beste Mannschaft der vergangenen zehn Jahre. Da will man immer seine Leistung bringen.“
Ralf Rangnick hat ihn im Blick
Gelingt ihm das, wandert er in der Liste von Teamchef Ralf Rangnick wohl wieder weiter nach oben. Im vergangenen Lehrgang wurde er erstmals auf Abruf ins ÖFB-Aufgebot einberufen. „Es ist ein richtig geiles Gefühl, dass so etwas gewürdigt wird, und zeigt, dass mit noch etwas mehr Arbeit vielleicht auch noch mehr drinnen ist“, sagt Havel. Über ein mögliches Ticket für den WM-Flieger will der 22-Jährige aber noch nicht sprechen. „Mein Fokus ist erst einmal meine Leistung zu bringen und mit Hartberg die Top-6 zu erreichen.“ Da würde es helfen, wenn er seinem Ex-Klub heute ein Bein stellt.
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