Vorschau 2026

Buntes Theaterjahr prägt Kärntens Bühnenlandschaft

Kärnten
05.01.2026 18:00

Von Klassikern über moderne Inszenierungen bis hin zu zeitgenössischer Literatur präsentieren Kärntens Bühnen ein buntes und facettenreiches Programm für das beginnende Jahr. 

Ein facettenreiches Bouquet an Theaterstücken prägt das Bühnenjahr 2026 in Kärnten. Von altbekannten Klassikern bis hin zu zeitgenössischen Textverwebungen entfaltet der Spielplan ein farbenreiches Repertoire. Mit einem echten Komödienklassiker feiert das Stadttheater Klagenfurt am 8. Jänner Premiere: In „Arsen und Spitzenhäubchen“ wird das komödienerprobte Ensemble unter der Regie von Peter Wittenberg pointierte Delikatessen auftischen.

Literarische Kapazunder auf Kärntens Bühnen
Unter dem Titel „kunstschmutzen“ zelebriert das klagenfurter ensemble 100 Jahre Ernst Jandl und bringt ab 21. Jänner neben bekannten Klassikern wie „schtzngrmm“ auch weniger bekannte Gedichte und Prosatexte auf die Bühne, in denen Jandl viel über sich und sein Leben preisgibt. Einen weiteren Kapazunder der österreichischen Literatur präsentiert das Theater Rampa im iKult: Die Inszenierung „SIMULTAN/O“ (ab 24. Jänner) basiert auf Ingeborg Bachmanns Erzählband Simultan und zeigt weibliche Figuren in unterschiedlichen Lebensphasen.

In der neuenbühne Villach begibt sich Frankie Feutl im Solo „Der Weg zum Glück“ (ab 6. Februar) auf eine spannende Reise zwischen geschäftigem Treiben und existenzieller Einsamkeit. Ab 26. Februar kommt Maria Lazars Roman „Die Eingeborenen von Maria Blut“ im Stadttheater zur Aufführung. In der Inszenierung von Martina Gredler wird das Publikum in eine Dorfgemeinschaft der frühen 1930er-Jahre geführt, die sich von Tratsch, Lügen und falschen Beschuldigungen nährt.

Die Sommerspiele Eberndorf eröffnen ihr Jubiläumsjahr mit „Der Tag, an dem der Papst gekidnappt ...
Die Sommerspiele Eberndorf eröffnen ihr Jubiläumsjahr mit „Der Tag, an dem der Papst gekidnappt wurde“ .(Bild: Lex Karelly)
SIMULTAN/O: Theatervorstellung in slowenischer und deutscher Sprache mit simultanen ...
SIMULTAN/O: Theatervorstellung in slowenischer und deutscher Sprache mit simultanen Übersetzungen.(Bild: Peter Krivograd)

Die Komödie 9020 verlässt ihre gewohnte Spielstätte, das ORF-Theater, und verspricht mit „Samstag, der 13.“ ab 6. März im VZK Klagenfurt eine ebenso schräge wie rasante Kriminalkomödie. Zwei verlorene Kinder des klagenfurter ensembles kehren zurück zu ihrer Bank am Steg des Strandbades: In „Owe den Boch 2“ (ab 11. März) wird das Weltbild aus den Augen zweier Kärntner unter die Lupe genommen und mit verknappter Sprache ein Rückblick auf die vergangenen acht Jahre geworfen.

Tiefgründige Themen und Liebesgeschichten
Am 20. März wird gleich doppelt Premiere gefeiert: Das Ensemble von Schloss Albeck begibt sich in „Anatol“ auf die Suche nach dem Glück; die neuebühne Villach schreibt in „Liebes Arschloch“ Mails über Social Media, #metoo, Machtmissbrauch und Feminismus. David Böschs Erstlingswerk „Wiedersehen. Ein Stück Hoffnung“ feiert am 9. April im Stadttheater Premiere und führt auf die Intensivstation eines Krankenhauses.

Mit dem Thema des Kindsmords setzt sich das klagenfurter ensemble in „Atalanta steigt auf“ auseinander und seziert in der Uraufführung am 16. April die gesellschaftlichen und psychischen Abgründe rund um diese extreme Tat und den oft folgenden Suizid. Mit scharfem Humor und analytischer Klarheit greift „Live, Love, Laugh Strömquist“ pointiert Liebes- und Beziehungsideale auf; das Theater KuKuKK feiert damit am 23. April in den Kammerlichtspielen Premiere.

Dichte theatrale Bühnenlandschaft
Theater Wolkenflug präsentiert ab 18. Juni eine feministische Lesart von Shakespeares „Sommernachtstraum“ im Burghof Klagenfurt, in Textfassung und Regie von Ute Liepold. Die Friesacher Burghofspiele eröffnen ihre Saison am Petersberg am 24. Juni mit „Der Brandner Kaspar kehrt zurück“, während die Sommerspiele Eberndorf ihr 50-Jahr-Jubiläum mit gleich drei Produktionen feiern und am 9. Juli mit „Der Tag, an dem der Papst gekidnappt wurde“ starten. Das Theater Waltzwerk bespielt schließlich ab 13. August mit „Wald!“ das Gustav-Mahler-Komponierhäuschen.

So spannt sich über das Jahr 2026 ein dichtes theatrales Netz, das Kärntens Bühnenlandschaft in all ihrer Vielfalt und Gegenwärtigkeit sichtbar macht.

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