Brand in Crans-Montana
Bis zu 100 Menschen kämpfen noch um ihr Leben
Nach der Brandkatastrophe in dem Schweizer Skiort Crans-Montana kämpfen weiter bis zu 100 Menschen um ihr Leben (siehe Video oben). In der Universitätsklinik Lausanne wurden allein etwa 21 Verletzte aufgenommen, „deren Körperoberfläche zu mehr als 60 Prozent verbrannt ist“.
Die Behandlung dieser Verletzungen werde sehr lange dauern, sagte der Chefarzt des Krankenhauses Morges, Wassim Raffoul. Die Verletzten könnten auch Rauchgasvergiftungen, Quetschungen sowie Knochenbrüche durch das Gedränge erlitten haben. Durch das Verbrennen von Kunststoff könnten sehr giftige Dämpfe entstanden sein. Je nach Schweregrad der Verbrennung – also ihrer Tiefe und ihrer Ausdehnung – ist eine Hauttransplantation erforderlich. Wenn 60 Prozent oder mehr der Hautoberfläche verbrannt sind, besteht unter anderem das Risiko eines Multiorganversagens und damit Lebensgefahr.
Die Patientinnen und Patienten sind durchschnittlich zwischen 16 und 26 Jahre alt. „Einige Personen, die eigentlich freigehabt hätten, sind zur Arbeit gekommen, um ihre Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen“, sagte der Walliser Regierungspräsident Mathias Reynard. Einige Länder, darunter Frankreich und Österreich, boten Unterstützung bei der Versorgung der Verletzten an. Österreich könne vorerst fünf Schwerverletzte betreuen, hieß es. Weitere medizinische Kapazitäten würden noch überprüft. Nach Frankreich wurden laut Berichten bereits erste Verletzte gebracht.
Bereits 40 Menschen gestorben
Wie berichtet, war das Feuer in der Silvesternacht in der Bar „Le Constellation“ in Crans-Montana ausgebrochen. Ungefähr 40 Menschen kamen ums Leben. Die Identifizierung der Todesopfer dauert derzeit an, einige Leichen sind stark verbrannt. „Das erste Ziel ist es, allen Leichen Namen zuzuordnen“, sagte der Bürgermeister von Crans-Montana, Nicolas Feraud. Die Toten und Verletzten kommen unter anderem aus der Schweiz, aus Italien und Australien.
Hier sehen Sie Aufnahmen von dem Unglück in der Schweiz:
Die Schweizer Behörden gehen von einem Unfall, nicht von einem Anschlag aus. Aufnahmen, die auf sozialen Medien verbreitet wurden, deuten darauf hin, dass Lärmschutzmaterial an der Decke im Keller der Bar Feuer gefangen haben könnte, als feiernde Menschen mit Wunderkerzen hantierten. „Unsere Hauptthese ist, dass der gesamte Raum Feuer gefangen hat, und das zu einer Explosion geführt hat“, sagte die Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis, Beatrice Pilloud.









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