Jüngstes Opfer 16
Crans-Montana: Menschen rannten brennend aus Bar
Mit „Szenen wie im Krieg“ vergleichen Augenzeugen das Inferno im Schweizer Skiort Crans-Montana: Nach derzeitigem Stand sind nach einer Explosion in einer Bar 40 Menschen gestorben. Mehrere der 115 Verletzten mussten in eine Spezialklinik gebracht werden, das jüngste Opfer dürfte erst 16 Jahre alt gewesen sein.
Nach der Explosion in der Bar rannten brennende Menschen aus dem Gebäude, manche lagen auch reglos auf dem Boden, schildert ein Augenzeuge. Es waren „Szenen wie im Krieg“, meinte der junge Mann gegenüber dem Schweizer „Tages-Anzeiger“. Er war wenige Minuten nach der Explosion an der Bar angekommen.
40 Menschen verloren nach offiziellen Angaben bei dem Unglück ihr Leben. Etwa 115 weitere Menschen seien verletzt worden, die meisten schwer, sagte der Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Frédéric Gisler. Mehr als ein Dutzend Unfallopfer wurden in die auf Brandverletzungen spezialisierte Uni-Klinik in Zürich gebracht. Weitere würden vermutlich folgen, hieß es von einem Spitalsprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Im Uni-Spital Lausanne werden aktuell 22 Brandopfer behandelt, laut RTS ist das jüngste Opfer dort erst 16 Jahre alt.
Den Behörden zufolge stammen einige Opfer mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Ausland. Weitere Angaben machten sie mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen und aus Rücksicht auf die betroffenen Familien zunächst nicht. Österreicherinnen oder Österreicher waren nach derzeitigem Stand nicht unter den Opfern, so das Außenministerium.
In der Bar sollen laut Medienberichten rund 200 Menschen gewesen sein, darunter auch viele Minderjährige. Gegenüber der italienischen Zeitung „Corriere della Sera“ berichteten Zeugen davon, dass in der Bar eine „Silvesterparty für unter 17-Jährige“ stattfand.
In den sozialen Medien kursieren Videos, die Szenen der Tragödie zeigen sollen:
„Absolute Panik“ nach Explosion
Im Inneren der Bar sei nach der Explosion „absolute Panik“ ausgebrochen und die Menschen hätten geschrien, berichteten mehrere junge Frauen dem französischen Sender BFMTV. Der Ausgang sei zu eng gewesen für die Menge an Menschen, berichteten mehrere Medien übereinstimmend. In der Not sollen laut „Blick“ Gäste Fenster eingeschlagen haben. „Wir dachten zuerst, es handle sich um Feuerwerk. Danach sahen wir Menschen, die schrien und in Panik waren“, erzählte ein Anrainer dem Schweizer Sender SRF.
Walliser Behörden sprachen von einem so genannten Flashover, dem schlagartigen Übergang von einem lokal begrenzten Feuer zu einem Vollbrand. Dieses sich plötzlich ausbreitende Feuer habe eine oder mehrere Explosionen ausgelöst. Dabei ist ein Überleben kaum noch möglich. Die Situation sei auch für ausgerüstete Feuerwehrleute lebensgefährlich, hieß es.
Ursache noch nicht geklärt
Noch ist nicht vollständig geklärt, was die Explosion und den darauffolgenden Brand ausgelöst hat. In der Bar habe es Kerzen auf Champagnerflaschen gegeben, erzählten zwei Frauen gegenüber BFMTV. Eine der Flaschen sei zu nahe an die Holzdecke gekommen, die sei dann in Flammen aufgegangen. Innerhalb von Sekunden habe sich der Brand in der Bar ausgebreitet. Ein anderer Zeuge berichtet gegenüber „24heures“, dass Feuerwerkskörper an den Flaschen waren.













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