MTV war beim Start 1981 ein Fernsehsender, der nur Musikvideos ausstrahlt. 40 Jahre später ist die Ära vorbei, Streamingdienste und Social Media machten ihr den Garaus. In Deutschland und Österreich soll nun auf Unterhaltung statt auf Musik gesetzt werden.
Auf MTV Germany laufen im Jänner vor allem Clipshows, Dokusoaps und Reality-Formate wie „Germany Shore“ oder „Catfish: The TV Show“. Auf Reality-Shows und andere Unterhaltungsformate wird bereits seit Jahren verstärkt gesetzt. Der deutschsprachige MTV-Sender ging 1997 an den Start und machte Moderatorinnen und Moderatoren wie Nora Tschirner und Christian Ulmen einem Millionenpublikum bekannt. In den USA war der Sender bereits 1981 ins Leben gerufen worden.
Es handelte sich um den weltweit ersten Musik-TV-Kanal mit 24-Stunden-Programm. Der Sender sei erfolgreich gewesen, als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte, sagt James Hyman, der in den 90er Jahren Tanzshows für MTV Europe produzierte. „Es war so aufregend, weil das im Grunde alles war, was die Leute hatten.“ Momente wie die Premiere von Michael Jacksons Musikvideo „Thriller“ und Madonnas Auftritt mit „Like a Virgin“ bei den ersten MTV Video Music Awards 1984 prägten die kulturelle Debatte.
Tausend Jobs gestrichen
In den vergangenen Jahren nahm die Popularität des Senders allerdings deutlich ab. Man sei fälschlicherweise von „originellen, innovativen Musikinhalten, die für den Durchbruch weniger bekannter Künstler entscheidend waren“ abgerückt, kritisierte die niederländische Moderatorin Simone Angel. Der Konzern versuchte bereits, Kosten zu reduzieren und kündigte im Oktober an, 1000 Jobs zu streichen.
In den Vereinigten Staaten werden einige MTV-Musikkanäle weiterhin ausgestrahlt, in Österreich soll MTV HD verfügbar bleiben, aber mit einem neuen Schwerpunkt auf Unterhaltung.
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