Ölpreis im Hoch

Tankstellen-Ansturm aus Angst vor teurem Sprit

Wirtschaft
04.03.2026 18:20

Der Krieg in Nahost ließ die Ölpreise nach oben gehen. Es dauerte nicht lange und auch die Spritpreise stiegen. Die Kunden reagieren bereits darauf, tanken lieber noch einmal voll, bevor der Preis weiterstiegt. Turmöl-Chef Jürgen Stichenwirth berichtet von einer deutlich erhöhten Frequenz. Den Vorwurf des „Körberlgelds“ will er nicht gelten lassen.

Steigen die Ölpreise, macht sich das für Autofahrer rasch an den Tankstellen bemerkbar. Nach einer Verteuerung im Februar setze sich der Aufwärtstrend laut ÖAMTC fort. Binnen einer Woche wurde Diesel um 17 Cent pro Liter teurer, Super-Benzin stieg um 12 Cent. Für den ÖAMTC ist das „unverhältnismäßig“.

Turmöl-Chef: „Kein Körberlgeld“
Im „Krone“-Gespräch wehrt sich der Chef von Orlen Austria (Turmöl) Jürgen Stichenwirth gegen den Vorwurf eines „Körberlgelds“: „Wir geben lediglich Steigerungen weiter.“ Die Gewinnspannen blieben unverändert und Senkungen würden ebenfalls weitergegeben werden, versichert er. Da in Österreich Tankstellen nicht lange im Vorhinein Sprit einkaufen, wirken sich Steigerungen binnen ein bis zwei Tagen aus, eine kaufmännische Notwendigkeit, heißt es. Orlen übernahm 2023 die Turmöl-Tankstellen von der oberöstereichischen Doppler-Gruppe, 262 Standorte gibt es in Österreich.

Stichenwirth merkt aber einen vermehrten Ansturm bei den Tankstellen. „Die Menschen bekommen die Preissteigerungen mit und reagieren.“ Viele hätten noch vollgetankt, an vielen Zapfsäulen kam es mancherorts zu Autoschlangen. Die Befürchtung: Zieht sich der Konflikt im Iran weiter dahin, könnten noch weitere Steigerungen erst auf die Konsumenten zukommen.

Versorgung mit Treibstoff gesichert
Ein Vergleich zahlt sich jedenfalls aus. Österreichweit gibt es Unterschiede bei den Spritpreisen, da sich die Transportwege unterscheiden. Stichenwirth gibt aber Entwarnung, was einen Engpass bei der Versorgung betrifft, niemand müsse sich vor leeren Tanks fürchten. Auch wenn die Nachfrage derzeit steigt, wird der Treibstoff nicht ausgehen, Österreich habe genügend Beschaffungswege, um auf eine Situation im Nahen Osten reagieren zu können. „Doch der Ölpreis wird natürlich stark davon mitbestimmt.“

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