„Spreche für Frieden“

Russe Sokhiev dirigiert das Neujahrskonzert 2027

Kultur
01.01.2026 13:16

Wie die „Krone“ bereits im Oktober vermutete, suchen sich die Wiener Philharmoniker für das Neujahrskonzert 2027 einen ihrer „Lieblinge“: Der Russe Tugan Sokhiev steht in einem Jahr am Pult des Klassikspektakels. 

Sokhiev (48) war 2009 beim Konzert in Seoul für den erkrankten Zubin Mehta eingesprungen. Seither sind Maestro und Orchester innig verbunden – und der Russe wurde in den erlesenen Kreis der Abonnement-Dirigenten aufgenommen. Zuletzt überzeugte er beim Sommernachtskonzert in Schönbrunn die Massen. 

„Tugan Sokhiev ist seit 2009 ein enger musikalischer und persönlicher Freund unseres Orchesters“, so Philharmoniker-Chef Daniel Froschauer in der offiziellen Verlautbarung (siehe unten).

Auch in Salzburg war der russische Dirigent mehrfach zu Gast – wo er auch, im Gegensatz zu manch Landsmann – deutliche Worte zu Putins Krieg gegen die Ukraine fand. 

Klare Stellung zum Ukraine-Krieg
Im März 2022 legte Sokhiev zudem nach dem russischen Überfall auf die Ukraine seinen Chefdirigentenposten beim Bolschoi-Theater sowie seinen Posten als Musikdirektor des Nationalorchesters am Opernhaus Capitole in Toulouse nieder.

Da er zu der „untragbaren Wahl“ zwischen russischen und französischen Musikern genötigt worden sei, habe er sich entschieden, beide musikalische Leitungen aufzugeben. In seiner Erklärung benannte er den Krieg nicht konkret, sondern sprach von „aktuellen Ereignissen“. Bewaffnete Konflikte habe er nie unterstützt. Als Musiker könne er niemals „für etwas anderes als den Frieden auf unserem Planeten sprechen“.

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