Bewohner nach Brand

„Bin einfach nur raus und hab‘ nichts mitgenommen“

Oberösterreich
01.01.2026 18:00

„Ich bin einfach nur raus und hab‘ nichts mitgenommen“ – im Rundfunkinterview erzählt eine geflüchtete Bewohnerin, wie sie nach dem Großbrand in einer Trauner Wohnanlage momentan vor dem Nichts steht. Ein anderer Nachbar ist überzeugt, dass ein Raketentreffer das Feuer verursacht hat. 

Schockiert und verängstigt – so starteten die Bewohner einer Wohnanlage in Traun (OÖ) an der Guido Holzknecht-Straße ins Neue Jahr, als sie von Feuerwehrleuten kurz nach Mitternacht ins Freie gebracht werden mussten. Die Dachkonstruktion der vier aneinander gebauten vierstöckigen Häuser stand in Vollbrand – vermutlich hatte eine verirrte Rakete das Desaster ausgelöst. „Die Personen wurden ins Stadion in Traun gebracht, das ist immer unser Notfallplan“, sagt Feuerwehr-Einsatzleiter Manuel Geyer.

Die gesamte Dachkonstruktion dieses Mehrparteienhauses brannte.
Die gesamte Dachkonstruktion dieses Mehrparteienhauses brannte.(Bild: Matthias Lauber/laumat.at)

Vier Mieter kamen ins Krankenhaus
Insgesamt 70 Personen waren aus dem brennenden Komplex und einem bedrohten Nachbarhaus in Sicherheit gebracht worden. „Mehr als 60 Einsatzkräfte des Roten Kreuzes waren für Versorgung und Betreuung vor Ort“, so RK-Einsatzleiter Daniel Happacher. Vier leicht verletzte Personen kamen ins Spital. Nachdem zehn Wehren den Brand löschen konnten, war klar: Das Gebäude muss gesperrt werden. Wie lange, ist noch ungeklärt.

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Wir haben 35 Personen im Stadion versorgt. Wir blieben bis Mittag des Neujahrstages, dann waren alle woanders untergekommen. 

Daniel Happacher, OVD Rotes Kreuz

Fast zeitgleich rückten auch in St. Florian bei Linz zehn Feuerwehren an, weil ein zum Zeitpunkt des Einsatzes unbewohnter Vierkanter in Vollbrand stand. Auch hier wird vermutet, dass ein Feuerwerkskörper die Brandursache war. Wie bei 47 weiteren Bränden quer über ganz Oberösterreich verteilt. Meistens waren es nur Mistkübel oder Hecken, die brannten.

Weil in Asten gleich mehrmals die Feuerwehr ausrücken musste und die Polizei von 40 „Schießwütigen“, die zum Teil auch Schreckschussmunition dabei hatten, die Personalien aufnehmen musste, riss Bürgermeisterin Alma Halilovic die Hutschnur: „Unsere Feuerwehrfrauen und -männer haben ebenfalls Silvester, Familie und Freunde. Sie sollten diesen Abend mit ihren Liebsten in Ruhe verbringen dürfen. Das ist kein Spaß! Es ist gefährlich, Vandalismus, macht Angst.“

Hitzestau löste Feuer in Partyraum
Ein größerer Brand musste auch in Gosau bekämpft werden, wo eine Holzhütte in Flammen aufging. Hier war aber Hitzestau beim Kaminofen im Partyraum die Brandursache. 

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