In Bulgarien wird seit Jahresbeginn mit dem Euro bezahlt. Das Land ersetzt damit seine bisherige Währung Lew und ist nun das 21. Mitglied der Eurozone. Befürworter erwarten sich wirtschaftliche Vorteile, Skeptiker fürchten, dass sich der Euro als „Teuro“ entpuppen könnte.
In der Bevölkerung stößt die Umstellung jedoch nicht nur auf Zustimmung. Es kam zu Protesten gegen die Einführung des Euro. Wenige Wochen vor dem Stichtag trat nach anhaltendem Druck von der Straße auch die prowestliche Regierung in Sofia zurück.
Etwa die Hälfte der Menschen in Bulgarien bezweifelt Umfragen zufolge, dass der Euro sie voranbringen wird. Die Sorge ist groß, dass mit der Währungsumstellung die Preise in dem Balkanland, das zu den ärmsten in der EU zählt, steigen werden und der Euro sich als „Teuro“ entpuppt.
Das bulgarische Finanzministerium und die Nationalbank BNB hatten hingegen geworben: „Der Beitritt zur Eurozone ist eine Möglichkeit, dass Bulgarien reicher wird.“ Der Euro werde dem Fremdenverkehr helfen und bulgarischen Herstellern den Handel mit Europa und der Welt erleichtern.
Währungstausch entfällt
Wer in Bulgarien investieren will, muss sich keine Sorgen mehr um Wechselkurse machen. Zudem wird der Vergleich von Preisen einfacher, wenn auch in Bulgarien mit Euro bezahlt wird. Touristen, die etwa das Schwarze Meer besuchen wollen, müssen künftig kein Geld mehr umtauschen und dafür Gebühren zahlen.
Alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit Ausnahme Dänemarks sind nach den EU-Verträgen verpflichtet, dem Euro-Währungsgebiet beizutreten, sobald sie die Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehören Preisstabilität, solide öffentliche Finanzen und stabile Wechselkurse.
Die Inflation zum Beispiel darf nicht aus dem Ruder laufen, damit der Wert des Geldes gewahrt und seine Kaufkraft erhalten bleibt. Die Einführung der Gemeinschaftswährung steht noch in Polen, Rumänien, Schweden, Tschechien und Ungarn aus.
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