Der Wehr- und Zivildienst in Österreich könnte verlängert werden. Eine offizielle Bestätigung gibt es dafür aber bisher nicht. Wie der Wehr- und Zivildienst weiterentwickelt werden sollen, dürfte spätestens am 20. Jänner 2026 feststehen. Für diesen Tag ist eine Präsentation der Vorschläge der Wehrdienstkommission angekündigt.
Diese wurde von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) eingesetzt. Zunächst hatte es geheißen, dass bis Ende des Jahres ein Bericht vorliegen soll. Dieser verspätet sich aber nun etwas. Die Arbeit der 23-köpfigen Kommission sei jedenfalls „beinahe beendet“, hieß es am Samstag. Ziel sei, der Bundesregierung einen „tragfähigen Bericht zur Entscheidungsfindung“ vorzulegen, sagte Erwin Hameseder, Milizbeauftragter und Vorsitzender der Wehrdienstkommission.
Avisiert sei nun der 20. Jänner 2026, der Tag der Wehrpflicht. Der 20. Jänner ist der Jahrestag der Volksbefragung über die Wehrpflicht. Im Jänner 2013 sprachen sich bei dieser knapp 60 Prozent für das Beibehalten der allgemeinen Wehrpflicht und des Zivildiensts aus. Hameseder selbst hat sich in der Vergangenheit für eine Verlängerung des sechsmonatigen Grundwehrdiensts ausgesprochen und auch das Abschaffen der verpflichtenden Milizübungen kritisiert. Der Zivildienst als Ersatz dauert in Österreich neun Monate.
In der Kommission, die sich seit Juni mit dem Wehr- und Zivildienst befasst hat, sitzen unter anderem Fachleute aus verschiedensten Ministerien, aus dem Gewerkschaftsbund, der Industriellenvereinigung und der Wirtschaftskammer. Allerdings sind nur zehn der 23 Mitglieder stimmberechtigt.
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