Während Protestwelle

Mega-Brand in Teheran sorgt für Spekulationen

Ausland
03.02.2026 10:52
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein gewaltiger Brand in einem Einkaufszentrum im Westen Teherans hat am Dienstag für Aufsehen gesorgt – und sofort Spekulationen ausgelöst, ob es einen Zusammenhang mit den jüngsten Protesten gegen die iranische Führung geben könnte. Bestätigt ist das bislang nicht. Sicher ist jedoch: Das Feuer war so massiv, dass die Rauchwolken aus weiten Teilen der Millionenstadt sichtbar waren.

Nach Angaben staatlicher iranischer Medien brach der Brand auf einem Markt im Stadtteil Dschannat Abad aus. Das Viertel im Westen der Hauptstadt ist dicht bebaut und von zahlreichen Ständen und Geschäften geprägt. Ein Sprecher der Teheraner Feuerwehr erklärte im Staatsfernsehen, der Brand sei „extensiv“ und aus verschiedenen Teilen Teherans zu sehen gewesen. Zur Ursache machte er keine Angaben.

(Bild: AFP/ATTA KENARE)
(Bild: AFP/ATTA KENARE)
(Bild: EPA/ABEDIN TAHERKENAREH)

Riesige Rauchwolken, viele Menschen vor Ort
Laut Medienberichten wurden zahlreiche Feuerwehrteams zum Einsatzort entsandt, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Auch die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, dass Einsatzkräfte vor Ort waren und versuchten, das Feuer zu löschen.

Videoaufnahmen, die vom in London ansässigen regimekritischen Medium Iran International verbreitet wurden, zeigen große Rauchwolken, die über dem Einkaufszentrum aufsteigen. Zudem sind hunderte Schaulustige zu sehen, die sich rund um das Gelände versammelt haben, während Feuerwehrleute gegen den Brand ankämpfen.

Zusammenhang mit Protesten?
Internationale Medien griffen rasch die Frage auf, ob der Brand in Zusammenhang mit den jüngsten regierungskritischen Protesten stehen könnte. Die Jerusalem Post berichtete, es sei unklar, ob das Feuer direkt mit Protestaktivitäten gegen das iranische Regime verbunden sei. Offizielle Stellen äußerten sich dazu bislang nicht.

Der Brand ereignete sich in einer politisch angespannten Phase. In den vergangenen Wochen waren in Iran hunderttausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen Repressionen zu protestieren und mehr Freiheit zu fordern.

Parallel dazu gibt es Diskussionen über mögliche Gespräche zwischen Iran und den USA im Streit um das iranische Atomprogramm. Präsident Massud Peseschkian hatte sich zuletzt unter bestimmten Bedingungen offen für Verhandlungen zur Wahrung der nationalen Interessen gezeigt.

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