Harter Überlebenskampf

Bub schwimmt stundenlang, um Familie zu retten

Ausland
03.02.2026 10:25
Porträt von krone.at
Von krone.at

Was als harmloser Urlaubsausflug begann, entwickelte sich vor der Küste Westaustraliens zu einem dramatischen Kampf ums Überleben: Ein 13-jähriger Bub schwamm vier Stunden lang durch raue See, um Hilfe für seine auf dem offenen Meer treibende Familie zu holen – und rettete damit seiner Mutter und seinen beiden jüngeren Geschwistern das Leben.

Die Familie war am Freitagnachmittag in der Geographe Bay nahe Quindalup, rund 200 Kilometer südlich von Perth, mit aufblasbaren Paddleboards und einem Kajak unterwegs, als starke Winde sie vom Ufer weg aufs offene Meer trieben.

Während die 47-jährige Mutter mit ihrem zwölfjährigen Sohn und ihrer achtjährigen Tochter abgetrieben wurde, versuchte der 13-Jährige, mit dem Kajak zurück ans Ufer zu gelangen, um Hilfe zu holen. Ins Boot schwappte jedoch immer mehr Wasser auf, sodass es langsam zu sinken begann und er schließlich schwimmen musste.

Die Idylle am Meer ist sehr oft auch sehr trügerisch – das musste eine Familie in Australien nun ...
Die Idylle am Meer ist sehr oft auch sehr trügerisch – das musste eine Familie in Australien nun am eigenen Leib erleben.(Bild: Kim Petersen, stock.adobe.com)

Bub legte mitten im Meer Schwimmweste ab
Der Bub, von der australischen ABC als Austin Appelbee identifiziert, schwamm rund vier Kilometer zurück Richtung Küste. Nach eigenen Angaben kämpfte er dabei über Stunden gegen hohen Wellengang und schwindendes Tageslicht.

In den ersten beiden Stunden trug er eine Schwimmweste, die er später ablegte, um effizienter schwimmen zu können. Nach der Ankunft an Land brach er kurz erschöpft zusammen, lief dann rund zwei Kilometer zu einem Telefon und setzte um 18 Uhr den Notruf ab.

Riskante Rettungsaktion hatte Erfolg
Daraufhin wurde eine groß angelegte Such- und Rettungsaktion gestartet, an der unter anderem die Wasserpolizei, freiwillige Seenotretter und ein Rettungshubschrauber beteiligt waren. Gegen 20.30 Uhr wurden die Mutter und die beiden Kinder etwa 14 Kilometer vor der Küste entdeckt, wo sie sich an einem Paddleboard festhielten. Ein Boot der freiwilligen Seenotrettung brachte alle drei sicher an Land.

Leistung des Buben „übermenschlich“
Der Einsatzleiter der Naturaliste Volunteer Marine Rescue, Paul Bresland, lobte die detaillierten Angaben des 13-Jährigen zu Farbe und Art der Wasserfahrzeuge, die für die Suche entscheidend gewesen seien. Bresland bezeichnete die Leistung des Buben als „übermenschlich“.

Sanitäter untersuchten die Familie anschließend, bevor sie in ein Krankenhaus in Busselton gebracht wurde. Später konnten alle wieder entlassen werden.

Auch die Polizei würdigte den Einsatz des Jugendlichen. Inspektor James Bradley betonte, die Tatkraft und Entschlossenheit des 13-Jährigen hätten letztlich das Leben seiner Mutter und seiner Geschwister gerettet. Zugleich verwies er darauf, wie schnell sich die Bedingungen auf dem Meer ändern können. Dass alle drei Geretteten Schwimmwesten trugen, habe maßgeblich zu ihrem Überleben beigetragen.

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