„Krone“-Kommentar

Wo das Leben nichts wert ist

Kolumnen
03.02.2026 11:00

Die Anzahl der Gefallenen im Ukraine-Krieg wird bezeichnenderweise von beiden Seiten als Verschlusssache gehandhabt. Nach aktuellen Berechnungen einer US-Denkfabrik wären allein auf der russischen Seite zumindest 300.000 Soldaten gefallen.

EINERSEITS entspricht es geradezu einer russischen Militärtradition, dass die Kriegsführung keine Rücksicht auf eigene Verluste nimmt. Bereits im Ersten Weltkrieg wurden die Muschiks ohne Rücksicht auf Verluste verheizt. Und im Zweiten Weltkrieg handhabte es die Rote Armee nicht viel anders. Ein Menschenleben scheint da nicht allzu viel zu zählen.

ANDERERSEITS dürfte aber auch die russische Staatsführung um Putin bemüht sein, die Öffentlichkeit nicht durch allzu große Verlustzahlen zu verschrecken. Sonst müsste sie diese nicht geheim halten. Und nicht viel anders hält dies die ukrainische Staatsführung. Auch sie lässt uns im Unklaren über die eigenen Verluste. Dies wohl deshalb, da man die eigene schwer geprüfte Bevölkerung nicht noch zusätzlich demoralisieren will.

Doch die erschreckend hohe Anzahl von Kriegsopfern wird nicht nur im Ukraine-Krieg gerne unter den Teppich gekehrt. Auch im Gaza-Krieg hat die israelische Militärführung erst nun zugegeben, dass es zumindest 70.000 getötete Palästinenser gegeben hat.

Und das waren wohl nur zu einem kleinen Teil Hamas-Terroristen. Nicht nur russisches, auch palästinensisches Menschenleben zählt offenbar wenig.

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