Zur Aussage bereit
Epstein: Ehepaar Clinton will Schweigen brechen
Im Zuge der Ermittlungen rund um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein taucht neben dem amtierenden Präsidenten Donald Trump immer wieder auch der Name des ehemaligen Staatschefs Bill Clinton auf. Bisher hat sich der Ex-Präsident geweigert, Vorladungen des US-Kongresses Folge zu leisten. Doch nun wollen er und seine Ehefrau Hillary Clinton das Schweigen brechen.
Das Ehepaar Clinton freue sich darauf, „einen Präzedenzfall zu schaffen, der für alle gilt“, erklärte der Sprecher des Ex-Präsidenten am Montag (Ortszeit) im Onlinedienst X (siehe Posting unten). Die bisherige Argumentationslinie des ehemaligen First Couples war, man hätte den Abgeordneten bereits „vorsorglich und freiwillig“ alle verfügbaren Informationen zur Verfügung gestellt.
Clintons droht Anklage
Die Zusage der Clintons erfolgte vor dem Hintergrund einer drohenden Anklage durch das US-Justizministerium gegen das Paar. Eine Abstimmung über eine entsprechende Empfehlung war im US-Repräsentantenhaus bereits in die Wege geleitet worden. Unklar ist allerdings, ob die Unterkammer angesichts der Zusage des Ex-Präsidenten und seiner Ehefrau die Abstimmung weiter anstreben würde. Bill und Hillary Clinton könnten bis zu zwölf Monate Haft drohen.
Trump hatte Bill Clinton unterstellt, dieser habe deutlich mehr mit Epstein zu tun gehabt als er selbst. Der Republikaner veranlasste deshalb Ermittlungen gegen den früheren Präsidenten und weitere demokratische Politiker. Clintons Name tauchte wie der von Trump und die Namen zahlreicher weiterer Politiker und Prominenter in den bisher veröffentlichten Akten zur Epstein-Affäre auf. Ein persönliches Fehlverhalten konnte aber weder Clinton noch Trump nachgewiesen werden.
Verurteilung und Tod im Gefängnis
Der Fall Epstein belastet Trump seit Monaten. Dem bis in höchste Kreise vernetzten Finanzberater und Millionär Epstein wurde vorgeworfen, in der Vergangenheit mehr als tausend Mädchen und Frauen missbraucht und teils Prominenten zugeführt zu haben. Der über Jahre mit Trump befreundete Epstein war bereits 2008 verurteilt worden, weil er die Dienste von minderjährigen Prostituierten in Anspruch genommen hatte. Wegen eines umstrittenen Deals mit der Staatsanwaltschaft lautete die Strafe damals aber nur 18 Monate Gefängnis.
2019 wurde Epstein unter anderem wegen des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen erneut festgenommen. Einen Monat später wurde er erhängt in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden, nach offiziellen Angaben nahm er sich das Leben.










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