Jetzt ist es fix: Das Budget für Kunst- und Kulturförderung der Stadt Linz schrumpft – allerdings verkraftbar. Einiges wurde überprüft, einiges läuft aus. Immerhin: Durch geschickte Umschichtungen wird die Einsparvorgabe erfüllt. Gleichzeitig werden die zentralen kulturpolitischen Leitplanken – wie u.a. die Dreijahresförderung für Vereine – nicht angetastet. Die „Krone“ fragte nach.
Sparen ist angesagt, auch die Kultur kann sich nicht heraushalten. Doch die Kürzungen fallen bei der Stadt Linz nicht drastisch aus: Das Budget der Abteilung Linz Kultur für 2026 beträgt 3.842.600 Euro (2025 waren es 4.052.100 Euro).
Damit werden u.a. die freien Förderungen, die Magistratsmusik, das Atelierhaus Salzamt oder Veranstaltungen wie das Pflasterspektakel, Stream Festival, der Musikpavillon finanziert.
Alles wurde überprüft, einiges läuft aus
Im von Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer (VP) verantworteten Budget konnte die Einsparvorgabe von 210.000 Euro durch Umschichtungen bei Veranstaltungen und bei Sonderförderprogrammen erreicht werden.
Konkret bedeutet das:
Das Programm städtischer Eigenveranstaltungen wird gestrafft, Sonderförderprogramme und Projektförderungen werden reduziert und Formate kritisch überprüft. Beteiligungen, die nicht mehr die gewünschte Wirkung erzielen – wie etwa das Festival 4020 – laufen aus. „Es war mir wichtig, zuerst bei unseren eigenen Aktivitäten anzusetzen, bevor wir an die Substanz der Basisförderungen gehen“, so die Stadträtin.
Kunst und Kultur stiften Identität und Zusammenhalt, erhöhen die Lebensqualität für die Linzer Bevölkerung und sind ein entscheidender Standortfaktor.
Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer
Gleichzeitig werden die zentralen kulturpolitischen Leitplanken nicht angetastet. Kürzungen bei der Dreijahresförderung und den laufenden Förderungen für freie Kulturschaffende konnten vermieden werden.
Tourismus ohne Inflationsanpassung
„Wir leisten in meinen Ressorts einen spürbaren Beitrag zur Budgetkonsolidierung, ohne die Basis zu beschädigen“, betont Lang-Mayerhofer.
Ein ähnlich klares Bekenntnis gibt es im Bereich Tourismus: Die Subventionsvereinbarung mit dem Tourismusverband bleibt als mehrjährige Vereinbarung bestehen, auch wenn sie für fünf Jahre ohne Indexanpassung eingefroren ist und damit einen wesentlichen Beitrag zur Budgetkonsolidierung leistet.
Linz verzeichnet rund eine Million Nächtigungen pro Jahr - mit entsprechenden Effekten für Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Die Stadt hat sich in den vergangenen Jahren vor allem über Kulturpositionierung und Veranstaltungen touristisch weiterentwickelt.
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