300.000 Euro weg, politischer Wirbel vorprogrammiert: Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) streicht die Förderung für das Linzer WTA-Turnier – und sorgt damit für heftige Reaktionen – vor allem VP-Stadtvize Martin Hajart spart nicht mit Kritik. Am Donnerstag ist die städtische Förderung im Gemeinderat Thema.
Die Aufregung ist groß: Die Entscheidung von Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ), die 300.000 Euro Bundesförderung für das WTA-Tennisturnier im Design Center – wie berichtet – zu streichen, sorgt für Diskussionen. Vor allem, weil morgen die Causa auch im Gemeinderat auf der Tagesordnung steht – natürlich nicht die gestrichene Bundesförderung, sehr wohl aber das städtische Sponsoring in Höhe von rund 200.000 Euro.
„Im Sinne des Frauensports“
SP-Bürgermeister Dietmar Prammer will Bablers Schritt nicht kommentieren, SP-Sportstadträtin Karin Leitner positioniert sich zumindest in Sachen der städtischen Zuwendung klar: „Linz unterstützt das Turnier sehr gerne als moderne und zukunftsorientierte Sport- und Eventstadt – nicht zuletzt auch im Sinne der Förderung des Frauensports.“
„Wasser predigen, Rotwein trinken“
Deutlich schärfer fällt die Kritik von VP-Stadtvize Martin Hajart aus: „Babler agiert getreu seinem Lieblingsmotto: Wasser predigen und Rotwein trinken. Nach außen groß von Frauenförderung sprechen – und dann eines der wichtigsten Frauensport-Events des Landes finanziell im Regen stehen lassen. Das ist nichts anderes als eine schallende Ohrfeige für den Frauensport.“ Und weiter: „Wir reden hier von einem etablierten Turnier, das bereits zum 35. Mal stattfindet. So geht man mit solchen Veranstaltungen nicht um. Spitzensport-Events wie dieses schaffen Vorbilder für Kinder und Jugendliche – genau das braucht es. Wer hier den Geldhahn zudreht, sendet das völlig falsche Signal.“
FP-Stadtrat Michael Raml schlägt einen anderen Ton an: Er lehnt die Förderung grundsätzlich ab.
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