Seit 100 Jahren steht das Schloss Dornbach im Maltatal in Kärnten im Besitz der Familie Irsa. Worauf die Gutsbesitzer Wert legen, erzählen sie bei einem „Krone“-Besuch.
Schon die Anfahrt zu diesem idyllischen Plätzchen, das sich Schloss Dornbach nennt, ist außergewöhnlich. Eine langgezogene Baumallee führt zum unberührten Anwesen inmitten des Waldes der Ortschaft Dornbach in Malta.
Familie Irsa ist seit exakt 100 Jahren in diesem historischen und unter Denkmalschutz stehenden Gebäude zu Hause. „Mittlerweile in der vierten Generation. Wir sind ein Familienbetrieb, der Altbestehendes – also unser Daheim – versucht zu behüten“, erzählt Gutsbesitzer Andreas Irsa.
Golfplatz abgewehrt
Denn für diesen einzigartigen Platz im Maltatal gab es genug Interessierte. „Da kamen die wildesten Angebote. Einen Golfplatz wollten sie damals errichten“, erinnert sich der 70-Jährige, der gemeinsam mit seiner Familie dagegen ankämpfte.
Andreas Irsa betreibt dort auch das gleichnamige Forstunternehmen. „Forstwirtschaft ist ein hartes Geschäft – damit dieses Standbein überlebt, setzen wir auf mehrere Säulen“, erklärt er.
Und so hat er sich nicht nur auf die Jagd, sondern auch auf die Fischerei spezialisiert. „Wir betreiben zudem die Einkehr Eisentalhöhe am höchsten Punkt der Nockalmstraße.“ Doch nicht nur das: Im Teich, der das Schloss umrundet, sind auch Edelkrebse zu finden.
40 Jahre Christbaumverkauf
Und dann sind da noch die Christbäume. Diesen Schritt hat der leidenschaftliche Jäger und Förster vor 40 Jahren gesetzt. „Ich war damals Student auf der BOKU Wien. Da bin ich darauf gestoßen. Ich dachte mir, Christbäume anzubauen, das muss auch bei uns in Malta funktionieren.“ Sein Projekt hat Irsa gleich in Umsetzung gebracht. „Mit 30 Stück haben wir unseren Christbaumverkauf begonnen. Mittlerweile verkaufen wir zwischen 1500 und 2000 und verfügen über vier Kulturen.“ Doch der Anbau brauchte seine Zeit. „Viel Forschung und Wissen waren notwendig“, ergänzt der Weltenbummler.
In Oberkärnten gibt es im Vergleich zu Unterkärnten weniger Christbaumbauern. „Das hat mit dem Klima zu tun“, weiß Irsa, der mit seinen Bäumen einen Großteil an Kunden aus dem Bezirk Spittal versorgt. Neben Ausgabestellen in Gmünd oder Spittal können Leute die Bäume auch vor Ort selbst sägen, sie sind dort auch fertig verpackt erhältlich.
Großen Wert legt Andreas Irsa mit Frau Romy und seinen Söhnen Paul und Andreas auf Natur. „Beim Anbau unserer Christbäume verzichten wir auf Dünger und Pflanzenschutzmittel.“
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