„Krone“-Kommentar

Langweiler Hahn folgt auf Großkotz Mahrer

Kolumnen
03.12.2025 06:00

Dass Johannes Hahn jetzt Harald Mahrer als Präsident der Nationalbank nachfolgt, ist eine wenig überraschende und sehr österreichische Entscheidung: Nach dem gestürzten Großkotz aus der Wirtschaftskammer holt Kanzler Stocker einen der langweiligsten Politiker aus der Pension zurück. Mit Hahn soll möglicherweise der üble Geruch, den Mahrer in der ÖVP hinterlassen hat, neutralisiert werden.

Analysiert für die „Krone“: Innenpolitik-Experte Claus Pándi
Analysiert für die „Krone“: Innenpolitik-Experte Claus Pándi(Bild: Krone KREATIV/stock.adobe.com)

Ein selbstbewusster Banker oder dynamischer Manager aus der echten Wirtschaft an der Spitze der OeNB passt der einigermaßen angeschlagenen Regierung vermutlich nicht ins Konzept. Eigenständige und unabhängige Leute neigen nämlich mitunter dazu, ihre Bewertungen zu wirtschaftspolitischen Vorgängen offen auszusprechen.

Da reicht es einigen oft schon, wenn, wie unlängst geschehen, sogar einem so feinen und klugen Menschen wie dem Wirtschaftsprofessor und Fiskalratspräsidenten Christoph Badelt vor laufender Kamera der Kragen platzt. Oder wenn der von seiner eigenen Bedeutung nicht gänzlich unbeeindruckte WIFO-Direktor Gabriel Felbermayr Koalitionen jeglicher Farbkombination im TV Ratschläge erteilt.

Von einem langjährigen EU-Kommissar drohen der Regierung keine derartigen Gefahren. Zwar war Hahn auch einmal in der Privatwirtschaft. Doch das ist lange her und spielte sich in der Chefetage von Novomatic ab. Und der Glücksspielkonzern soll nicht immer so weit von der heimischen Politik entfernt gewesen sein.

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